Live At Onkel Pö’s Carnegie Hall

Onkel Pö‘s Carnegie Hall in Hamburg war von 1970 bis 1986 der einzige Laden in Hamburg, wenn nicht gar in ganz Deutschland, der sämtliche Stilrichtungen von Free Jazz bis Punk live präsentierte. Das Label Jazzline veröffentlicht jetzt erstmals Mitschnitte von Jazzlegenden, die auf kleinstem Raum große Musik spielten. Den Anfang der Reihe machen Chet Baker (1979), Dizzy Gillespie (1978) und Johnny „Guitar“ Watson (1976).

Anspruchsvoll war das Publikum in Onkel Pö’s Carnegie Hall. Leistung forderten die Zuhörer, die sich auf 220 Quadratmetern Gesamtfläche sehr nahe kamen. Meistens war es eine wilde Mischung von Fans, Musikern, Managern und Medienleuten, die in den Genuss von furiosen Konzerten kamen, wie dem mit der Ikone des Cool Jazz, Chet Baker, der mit seinem Quartett in Hamburg gastierte und neben seinem einzigartigen Trompetenspiel auch mit herausragendem Scatgesang brillierte. Dizzy Gillespie, dessen Markenzeichen die nach oben gebogene Trompete und die dick aufgeblasenen Backen waren, spielte 1978 im Onkel Pö auf. Mit seiner jungen Band und Special Guest Leo Wright  (Saxofon) brannte er ein wahres Jazz-Funk-Feuerwerk ab. Für Soul, R&B und Blues steht der 1998 verstorbene Sänger und Gitarrist Johnny „Guitar“ Watson, der im  Dezember 1976 im Onkel Pö ein grandioses Konzert absolvierte. Im April folgen die Live-Aufnahmen von Albert Collins (1980) und Elvin Jones (1981).

At Onkel Pö’s Carnegie Hall (Jazzline/Delta) Johnny „Guitar“ Watson (1976) LP N78039 / CD N77039 // Dizzy Gillespie Quartet (1978) LP N78037 / CD N77037 // Chet Baker (1979) LP N78038 / CD N77038 // ab 17.03.2017 im Handel