Lorde // Melodrama

Lorde Melodrama CoverPOP Endlich 20. Ella Yelich-O’Connor alias Lorde war ja bei ihrem erfolgreichen Debüt mit 16 kein sonderlich teeniemäßiger Teenie. Sondern irgendwie reifer, klüger, erwachsener als die Gleichaltrigen. Und jetzt? „Vom Kopf her war es wirklich höchste Zeit, die Phase als Teenager hinter mir zu lassen“, erzählt Lorde, „aber ich will betonen, dass ich nicht nur Erwachsenensachen mache. Ich gehe gerne einen trinken, penne ewig lange und brate mich am Strand.“  Um ihr neues, wieder sehr tolles und variantenreiches Album ‚Melodrama‘ zu schreiben, begab sich Lorde für eine Weile nach New York, erlebte die Trennung von ihrem ersten Freund (Einzelheiten sind nachzuhören bei „Green Light“), ging trinken, feiern, Erfahrungen sammeln und „die herrliche Freiheit zu genießen, die man hat, wenn man jung ist, Single und in New York.“ Aber nicht alle Lieder sind fröhlich. So geht es in der schlicht-schönen Klavierballade um die Schattenseite der Freiheit, nämlich die Einsamkeit. „Vor allem jedoch handelt der Song davon, dass ich allmählich realisiere, wer ich bin. Ich habe mich gemütlich in der Erkenntnis eingerichtet, dass ich ziemlich singulär bin, und das ist absolut okay so.“

 

Lorde – Melodrama (Vertigo/Universal) LP (ab 11.8.) 5754710 / CD 5754709 // ab 16.06.2017 im Handel