Phoenix // Ti Amo

Phoenix Ti Amo Cover

INDIE-POP  Wenn Thomas Mars, Sänger der französischen Band Phoenix, über sein Nachbarland Italien spricht, dann kommt er schnell ins Schwärmen. „Ich liebe Italien einfach“, sagt er. „Meine Frau und ich haben dort geheiratet und waren zuletzt mindestens drei bis vier Mal pro Jahr dort. Ich habe einen starken emotionalen Bezug zu dem Land.“ Auf dem neuen Phoenix-Album kommt der nun durch. ‚Ti Amo‘ heißt es, und ist voll mit Italien-Referenzen, von der Via Veneto bis zu Michelangelo. Weiterlesen ›

Vita Bergen // Retriever

Vita Bergen Retriever Cover

INDIE-POP/ROCK Nachdem die schwedische Formation 2014 mit ihrer Debüt-EP ‚Curtains‘,  produziert mit einem Budget von nur 500 Euro, die Spitze der schwedische Charts eroberte, ging es mit dem Sextett um Sänger William Hellström und Gitarrist Robert Jallinder auch auf den europäischen Konzertbühnen steil nach oben. Nun liegt mit ‚Retriever‘ das zweite Album von Vita Bergen vor, das von ihrem Vorsatz, einfach gute Popmusik zu machen, keine Deut abweicht.  Weiterlesen ›

Vök // Figure

Vök Figure Cover

Genau genommen könnte ‚Figure‘ eine Art Meta-Album darüber sein, wie man die Grenzen zwischen emotionaler Musik und der Kühle elektronischer Klänge verschwimmen lassen kann. Dass es funktioniert, haben Acts wie James Blake und Massive Attack bewiesen. Für die Isländer von Vök war es der entscheidende Ansatz, die Musik nach ihrem hochgelobten Debüt noch mehr wieder aus den Computern und Synthesizern herauszuholen. Weiterlesen ›

Valentina Mér // You

Valentina Mer You Cover

In Valentina Mérs Blick liegt stets eine gewisse Melancholie. Genau wie in ihrer Musik, der man nach dem ersten Hören nicht unbedingt das Label „Made in Germany“ verpassen würde. Die epischen Lieder der Sängerin aus Offenburg klingen eher international, nach der großen weiten Welt. Das mag dem Umstand geschuldet sein, dass die 29-Jährige gerne reist. Weiterlesen ›

Close Talker // Lens

Close Talker Lens Cover

Von Saskatoon, Saskatchewan, in Kanada hatte ich zugegebenerweise noch nie gehört. Bis heute, als das dritte Album der hierzulande noch unbekannten Close Talker auf dem Schreibtisch landete, die eben daher stammen. Ihr vertrackter Indie-Pop möchte erschlossen werden und verweigert sich dabei Genre-Zuordnungen. Progressive Indie-Pop trifft es noch am Besten, denn ihre vertrackten Kompositionen biegen mal rechts und mal links ab, sind aber für dermaßen komplex arrangierte Songs durchaus sehr groovend und viele ihrer Melodien eingängig. Weiterlesen ›

Brothers Of Santa Claus // Not OK

Brothers Of Santa Claus Not OK Cover

War das Debüt ,Navigation’ der Freiburger Band Brothers Of Santa Claus noch von einer Mischung aus Indie-Pop und akustischen Singer/Songwriter-Balladen durchzogen, setzt das Quintett um Sänger und Keyboarder Maximilian Bischofberger auf ‚Not OK‘ verstärkt auf rockige Elemente und Synthie-Klänge. Über mehrere Monate in den geschichtsträchtigen Studios des Funkhauses Berlin aufgenommen und von Alexander Sprave produziert, wurden Songs wie „Figure It Out“ oder der Titelsong „Not OK“ von einer gewissen Leichtigkeit benetzt. Weiterlesen ›

Petter Carlsen // Glimt

Petter Carlsen Glimt Cover

Leise klingen die Saiten der Nylongitarre und hallen wider. Im Hintergrund die leise Ahnung eines Synthesizers. Und darüber – in hohen, gefühlvollen Tönen –  schwingt Petter Carlsen seine melancholischen Melodiebögen. Es klingt, als singe er das finale „Ekko“ („Echo“) irgendwie in die Nacht hinein, bevor er uns aus dem Album entlässt. ‚Glimt‘ („Glimmen“) beschreibt als Albumtitel die Atmosphäre der intimen Songminiaturen perfekt, deren Texte man zwar nicht wörtlich versteht, wenn man kein Norwegisch beherrscht, aber doch meint man eine Ahnung von dem zu bekommen, worüber Carlsen vermutlich singt. Weiterlesen ›

Maybe Canada // Ruined Hearts

Maybe Canada Ruined Hearts Cover

Ein exzellenter Geschichtenerzähler ist der Singer/Songwriter und Gitarrist Magnus Hansson aus Göteborg. Unterstützt von den in der schwedischen Musikszene bestens bekannten Musikern Johan Hakansson und Jonas Gustavsson fächert Hansson auf seinem Longplayer ‚Ruined Heart‘ eine Songfolge auf, die trotz ihrer melancholischen Grundstimmung voller Dynamik und Kraft steckt. Weiterlesen ›

Judith Holofernes // Ich bin das Chaos

Judith Holofernes Ich bin das Chaos Cover

Das Restaurantschiff „van Loon“ liegt in Berlin-Kreuzberg vor Anker. Hier empfängt Judith Holofernes zum Interview. Ihr Blick ist hellwach, ihr Gesicht ungeschminkt. Sie outet sich als „Chaotin in Reinform“, die als Kind manchmal ihre Schultasche im Bus vergessen hat: „Ich war sehr verträumt.“ Inzwischen hat die 40-Jährige ihre Schusseligkeit halbwegs im Griff. Weiterlesen ›

The Shins // Heartworms

The Shins Heartworms Cover

James Mercer testet immer wieder die Geduld seiner Fans. Fünf Jahre sind seit dem letzten The Shins-Album ‚Port Of Morrow‘ verstrichen. Seine Fans werden überrascht sein, dass nun doch mit ‚Heartworms‘ ein neues Werk vorliegt, und auch darüber, wie es klingt. Mercer schrieb und produzierte die Songs. Assistiert wurde er lediglich bei der Produktion eines Liedes von Richard Swift. Der ist – wie einige andere auch – nicht mehr Teil der Band. Weiterlesen ›

Dear Reader // Day Fever

Nach drei Studioalben und einem Orchesterwerk in Kooperation mit dem Filmorchester Babelsberg und dem Deutschen Filmpreis für ihre mit The Major Minors entstandene Filmmusik zu „Oh Boy“ (2016) meldet sich Cherilyn MacNeil alias Dear Reader zurück. Die aus Johannisburg stammende und seit Längerem in Berlin lebende Singer/Songwriterin reiste nach San Francisco, um dort mit Spoon/The-Mountain-Goats-Produzent John Vanderslice, der selbst Musiker ist, dieses wundervolle Album auf Tape (!) einzuspielen. Weiterlesen ›

Pictures // Promise

Man muss ein bisschen ausholen, um das Pictures-Debüt ‚Promise‘ zu erklären. Sänger Maze Exler und Schlagzeuger Michael Borwitzky haben mit der Band Union Youth Anfang des Jahrtausends bereits beachtliche Erfolge gefeiert, sich anschließend aber übelst zerstritten. Gut zehn Jahre später brachte das Schicksal sie wieder zusammen: Gemeinsam mit zwei Freunden begannen sie unter dem Namen Pictures ganz unbeschwert Musik zu machen – bis Exler plötzlich von Depressionen und seiner Heroinsucht eingeholt wurde. Weiterlesen ›