Arcade Fire // Everything Now

Arcade Fire Everything Now Day Version Cover

INDIE-ROCK Die Frage, ob Arcade Fire in den erlauchten Kreis jener Bands aufsteigen (wollen), die alleine ein Stadion füllen, sollte sich mit dem neuen, fünften Album ‚Everything Now‘ beantwortet haben – nicht nur, weil die neun Montrealer jüngst die Berliner Wulheide mit ihren knapp 20.000 Plätzen gefüllt haben. Schon lange war kein Rockalbum – wenn man ‚Everything Now‘ so nennen mag – so ambitioniert, monumental und allumfassend wie das neue Werk von Arcade Fire. Weiterlesen ›

Broken Social Scene // Hug Of Thunder

Broken Social Scene Hug Of Thunder Cover

INDIE-ROCK Broken Social Scene melden sich mit grandioser Wucht und explosiver Power zurück. ‚Hug Of Thunder‘ knüpft mit seinen explosiven Songs an die Anfänge des Kollektivs um Kevin Drew und Brendan Canning an. Dabei hat sich die kanadische Formation, aus der Feist, Stars und Metric hervorgegangen sind, stets als archetypische fleischgewordene Indierockband im traditionellsten Sinn verstanden. Weiterlesen ›

Ride // Weather Diaries

Ride Weather Diaries Cover

SHOEGAZE Alan McGee rührt seit Monaten über die sozialen Netzwerke die Werbetrommel für einige der Bands, die früher bei seinem Label Creation Records unter Vertrag standen: sei es für Primal Scream, The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine oder Ride. Ride sind seit 2014 wieder aktiv. Und jetzt, 21 Jahre nach ‚Tarantula‘, präsentieren Mark Gardener (Gesang, Gitarre), Andy Bell (Gesang, Gitarre), Steve Queralt (Bass) und Laurence Colbert (Schlagzeug) tatsächlich ein viertes Album: ‚Weather Diaries‘. Weiterlesen ›

Portugal. The Man // Woodstock

Portugal The Man Woodstock Cover

INDIE-ROCK Der Papa von Portugal.-The-Man-Sänger John Gourley ist eine ziemlich coole Socke: Er war 1969 nämlich tatsächlich in Woodstock. „Ein Freund hatte sich neulich seinen Werkzeugkoffer ausgeliehen und fand darin das Original Ticket von damals wieder“, erzählt Gourley. Weiterlesen ›

Beth Ditto // Fake Sugar

Beth Ditto Fake Sugar Cover

Irgendwie hat sich die Band Gossip totgelaufen. Darum ist Beth Ditto jetzt ohne ihre Musikerkollegen unterwegs. Mit der Produzentin Jennifer Decilveo arbeitete die amerikanische Sängerin an ihrem Solodebüt ,Fake Sugar'. Schon die erste Single „Fire“ zeugt von einer musikalischen Weiterentwicklung: Gitarre, Schlagzeug und Keyboard halten den Pegel voll am Anschlag. Weiterlesen ›

The Dead Lovers // Slow Back

The Dead Lovers Slow Back Cover

Wären The Dead Lovers ein Film, dann wären sie ein Roadmovie. Ihr authentischer Sound eint melodiöse Gesangsharmonien, die über dreckig-stampfenden Blues-Riffs liegen, gemischt mit einer Prise Folk. Kern und kreativer Motor der Dead Lovers sind die bayerische Lady Lula und das ehemalige Mitglied der Britpopband The Dostoyevskeys, Wayne Jackson, die mit einem Fundus seltener Amps, Gitarren und Effektgeräte der Fünfziger und Sechziger ihrer Liebe zum Vintage Sound frönen. Weiterlesen ›

Vita Bergen // Retriever

Vita Bergen Retriever Cover

INDIE-POP/ROCK Nachdem die schwedische Formation 2014 mit ihrer Debüt-EP ‚Curtains‘,  produziert mit einem Budget von nur 500 Euro, die Spitze der schwedische Charts eroberte, ging es mit dem Sextett um Sänger William Hellström und Gitarrist Robert Jallinder auch auf den europäischen Konzertbühnen steil nach oben. Nun liegt mit ‚Retriever‘ das zweite Album von Vita Bergen vor, das von ihrem Vorsatz, einfach gute Popmusik zu machen, keine Deut abweicht.  Weiterlesen ›

Gasmac Gilmore // Begnadet für das Schöne

Gasmac Gilmore Begnadet für das Schöne Cover

Unterschiedliche Einflüsse, mutige Mischung, einmalige Mixtur: ja, ja – hundert Mal gehört, hundert Mal gelesen und dabei kommt dann doch oft nur recht Gewöhnliches aus den Lautsprechern. Im Fall der Wiener Band Gasmac Gilmore ist das anders: Wer sich selbst als Mischung aus Gogol Bordello und System Of A Down bezeichnet, ist entweder mutig oder übertreibt maßlos. Doch tatsächlich schaffen es die vier Österreicher, diese Vergleiche mit Leben zu füllen. Weiterlesen ›

Thurston Moore // Rock N Roll Consciousness

Thurston Moore Rock N Roll Consciousness Cover

Ob er je wieder mit den Underground-Helden von Sonic Youth antritt, weiß der 58-Jährige nicht. Schließlich, so betont Thurston Moore, sei er heute glücklicher denn je. Nach der Scheidung von Kim Gordon lebt er mit seiner neuen Freundin im exklusiven Londoner Norden, hat eine starke Band und legt mit ‚Rock N Roll Consciousness‘ ein überzeugendes, zweites Solo-Album vor. Weiterlesen ›

Feist // Pleasure

Feist Pleasure Cover

Auf Alben von Leslie Feist zu warten, macht keinen Spaß. Nicht etwa, weil man enttäuscht würde, im Gegenteil: Man kann einfach nicht genug von ihren Songs bekommen und wünscht sich regelmäßig(er)en Nachschub. Sechs viel zu lange Jahre sind seit ‚Metals‘ vergangen. Aber jetzt hat das Warten zum Glück ein Ende. Da erscheint ihr neuester Streich ‚Pleasure‘. Und ja, es ist ein enormes Vergnügen, dieses Album zu hören. Wieder einmal enttäuscht einen Feist nicht. Weiterlesen ›

Maximo Park // Risk To Exist

Maximo Park Risk To Exist Cover

Paul Smith hat die Nase voll. „Neulich wurden in England die Bezüge für behinderte Menschen gekürzt. Ich meine ernsthaft? Kann nicht irgendwo anders gespart werden, statt die Schwächsten in unserer Gesellschaft anzugreifen?“, fragt der Maximo-Park-Sänger. „Es gibt gerade so viel, was in der Welt schief läuft. Bei unserem neuen Album konnte ich das einfach nicht ignorieren.“ Das sechste Album der Briten ist deshalb von vorne bis hinten politisch. Es geht um die Flüchtlingssituation, Rassismus und den Druck von Rechts. Um Wut, Ungerechtigkeit und Widerstand, aber auch um Hoffnung und Empathie. Und weil die Texte so rigoros sind, musste auch klanglich ein neues Outfit her. Weiterlesen ›

Brothers Of Santa Claus // Not OK

Brothers Of Santa Claus Not OK Cover

War das Debüt ,Navigation’ der Freiburger Band Brothers Of Santa Claus noch von einer Mischung aus Indie-Pop und akustischen Singer/Songwriter-Balladen durchzogen, setzt das Quintett um Sänger und Keyboarder Maximilian Bischofberger auf ‚Not OK‘ verstärkt auf rockige Elemente und Synthie-Klänge. Über mehrere Monate in den geschichtsträchtigen Studios des Funkhauses Berlin aufgenommen und von Alexander Sprave produziert, wurden Songs wie „Figure It Out“ oder der Titelsong „Not OK“ von einer gewissen Leichtigkeit benetzt. Weiterlesen ›