Oh Wonder // Ultralife

Oh Wonder Ultralife Cover

POP Was sich bereits vor zwei Jahren mit ihrem Debütalbum abzeichnete, bestätigt sich jetzt mit ‚Ultralife‘: das Londoner Indiepop-Duo, bestehend aus Vander Gucht und Anthony West, gehört zu den talentiertesten Newcomern der Gegenwart. Wie schon bei ihrem Debüt, halten Oh Wonder auch jetzt mit ihren Songs nicht hinterm Berg.  Das Do-it-yourself-Songwriter-Projekt, das seine Lieder selbst schreibt, aufnimmt und produziert, veröffentlichte vorab vier Tracks: „Ultralife“, „My Friends, „Heavy“ und das vom HipHop beeinflusste „Lifetimes“. Weiterlesen ›

Ride // Weather Diaries

Ride Weather Diaries Cover

SHOEGAZE Alan McGee rührt seit Monaten über die sozialen Netzwerke die Werbetrommel für einige der Bands, die früher bei seinem Label Creation Records unter Vertrag standen: sei es für Primal Scream, The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine oder Ride. Ride sind seit 2014 wieder aktiv. Und jetzt, 21 Jahre nach ‚Tarantula‘, präsentieren Mark Gardener (Gesang, Gitarre), Andy Bell (Gesang, Gitarre), Steve Queralt (Bass) und Laurence Colbert (Schlagzeug) tatsächlich ein viertes Album: ‚Weather Diaries‘. Weiterlesen ›

Portugal. The Man // Woodstock

Portugal The Man Woodstock Cover

INDIE-ROCK Der Papa von Portugal.-The-Man-Sänger John Gourley ist eine ziemlich coole Socke: Er war 1969 nämlich tatsächlich in Woodstock. „Ein Freund hatte sich neulich seinen Werkzeugkoffer ausgeliehen und fand darin das Original Ticket von damals wieder“, erzählt Gourley. Weiterlesen ›

Vita Bergen // Retriever

Vita Bergen Retriever Cover

INDIE-POP/ROCK Nachdem die schwedische Formation 2014 mit ihrer Debüt-EP ‚Curtains‘,  produziert mit einem Budget von nur 500 Euro, die Spitze der schwedische Charts eroberte, ging es mit dem Sextett um Sänger William Hellström und Gitarrist Robert Jallinder auch auf den europäischen Konzertbühnen steil nach oben. Nun liegt mit ‚Retriever‘ das zweite Album von Vita Bergen vor, das von ihrem Vorsatz, einfach gute Popmusik zu machen, keine Deut abweicht.  Weiterlesen ›

Close Talker // Lens

Close Talker Lens Cover

Von Saskatoon, Saskatchewan, in Kanada hatte ich zugegebenerweise noch nie gehört. Bis heute, als das dritte Album der hierzulande noch unbekannten Close Talker auf dem Schreibtisch landete, die eben daher stammen. Ihr vertrackter Indie-Pop möchte erschlossen werden und verweigert sich dabei Genre-Zuordnungen. Progressive Indie-Pop trifft es noch am Besten, denn ihre vertrackten Kompositionen biegen mal rechts und mal links ab, sind aber für dermaßen komplex arrangierte Songs durchaus sehr groovend und viele ihrer Melodien eingängig. Weiterlesen ›

Brothers Of Santa Claus // Not OK

Brothers Of Santa Claus Not OK Cover

War das Debüt ,Navigation’ der Freiburger Band Brothers Of Santa Claus noch von einer Mischung aus Indie-Pop und akustischen Singer/Songwriter-Balladen durchzogen, setzt das Quintett um Sänger und Keyboarder Maximilian Bischofberger auf ‚Not OK‘ verstärkt auf rockige Elemente und Synthie-Klänge. Über mehrere Monate in den geschichtsträchtigen Studios des Funkhauses Berlin aufgenommen und von Alexander Sprave produziert, wurden Songs wie „Figure It Out“ oder der Titelsong „Not OK“ von einer gewissen Leichtigkeit benetzt. Weiterlesen ›

Petter Carlsen // Glimt

Petter Carlsen Glimt Cover

Leise klingen die Saiten der Nylongitarre und hallen wider. Im Hintergrund die leise Ahnung eines Synthesizers. Und darüber – in hohen, gefühlvollen Tönen –  schwingt Petter Carlsen seine melancholischen Melodiebögen. Es klingt, als singe er das finale „Ekko“ („Echo“) irgendwie in die Nacht hinein, bevor er uns aus dem Album entlässt. ‚Glimt‘ („Glimmen“) beschreibt als Albumtitel die Atmosphäre der intimen Songminiaturen perfekt, deren Texte man zwar nicht wörtlich versteht, wenn man kein Norwegisch beherrscht, aber doch meint man eine Ahnung von dem zu bekommen, worüber Carlsen vermutlich singt. Weiterlesen ›

7Fields // 7Fields

7Fields 7Fields Cover

7Fields alias Wolfgang Schrödl ist ein Klang-Nomade, der sich wunderprächtig auf detailverliebte Produktionen versteht. Als ehemaliger Kopf der Band Liquido („Narcotic“) schlägt er nun ganz andere Wege ein. In seinem neuen Projekt 7Fields experimentiert er mit ästhetischer Elektronik. Weiterlesen ›

Judith Holofernes // Ich bin das Chaos

Judith Holofernes Ich bin das Chaos Cover

Das Restaurantschiff „van Loon“ liegt in Berlin-Kreuzberg vor Anker. Hier empfängt Judith Holofernes zum Interview. Ihr Blick ist hellwach, ihr Gesicht ungeschminkt. Sie outet sich als „Chaotin in Reinform“, die als Kind manchmal ihre Schultasche im Bus vergessen hat: „Ich war sehr verträumt.“ Inzwischen hat die 40-Jährige ihre Schusseligkeit halbwegs im Griff. Weiterlesen ›

The Shins // Heartworms

The Shins Heartworms Cover

James Mercer testet immer wieder die Geduld seiner Fans. Fünf Jahre sind seit dem letzten The Shins-Album ‚Port Of Morrow‘ verstrichen. Seine Fans werden überrascht sein, dass nun doch mit ‚Heartworms‘ ein neues Werk vorliegt, und auch darüber, wie es klingt. Mercer schrieb und produzierte die Songs. Assistiert wurde er lediglich bei der Produktion eines Liedes von Richard Swift. Der ist – wie einige andere auch – nicht mehr Teil der Band. Weiterlesen ›

LaBrassBanda // Around The World

So eine Tournee hat die Welt wohl noch nicht gesehen: Los ging es in Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam, dann reiste die Band nach Tokio, Sydney, Hawaii, San Francisco, zum Super Bowl nach Houston, nach Brasilien und ins marokkanische Marrakesch. Knapp sechs Wochen lang tingelte LaBrassBanda äußerst munter durch die Weltgeschichte, spielte fast allabendlich ein Konzert, und zum Surfen war auch noch Zeit. Weiterlesen ›

Dear Reader // Day Fever

Nach drei Studioalben und einem Orchesterwerk in Kooperation mit dem Filmorchester Babelsberg und dem Deutschen Filmpreis für ihre mit The Major Minors entstandene Filmmusik zu „Oh Boy“ (2016) meldet sich Cherilyn MacNeil alias Dear Reader zurück. Die aus Johannisburg stammende und seit Längerem in Berlin lebende Singer/Songwriterin reiste nach San Francisco, um dort mit Spoon/The-Mountain-Goats-Produzent John Vanderslice, der selbst Musiker ist, dieses wundervolle Album auf Tape (!) einzuspielen. Weiterlesen ›