Babyshambles // Sequel To The Prequel

Babyshambles Sequel To The Prequel CoverVon wegen aufgeräumt und clean: Pete Doherty hat seinen Chaoslifestyle einfach nach Paris verlagert – und ein weiteres selbstzerstörerisch-geniales Album aufgenommen.

Für das er – was im Grunde alles sagt – sechs Jahre benötigt hat. Eben für elf Stücke, die sich zwischen debilem Schrammelrock, wütendem Punk und sensiblen Balladen bewegen, seine Erfahrungen mit Entzugskliniken, harten Drogen, turbulenten Promi-Affären und Pinguinen (!) thematisieren, oft mehr gelallt als gesungen sind und den inzwischen 33-jährigen Singer/Songwriter auf dem Höhepunkt seines Schaffens zeigen.

Einfach, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt, weil er immer nur er selbst ist und dem sicheren Exitus entgegensteuert – konsequent und ohne Rücksicht auf Verluste. „Dieses Album ist besser als Crack und Kokain“, betont er denn auch in einem der wenigen Interviews, die er für den neuen Tonträger gegeben hat. „Es handelt von meinem neuen Leben in Pigalle – mit purem China White Heroin, der besten Droge aller Zeiten, und ohne diese ganzen nervigen Journalisten und Paparazzi.“ Weshalb sein Label eigentlich davon ausgegangen ist, dass er sich und seine Exzesse besser im Griff habe. Schließlich ist er gerade zum zweiten Mal Vater geworden und hat sein Schauspieldebüt „Confession“ an der Seite von Charlotte Gainsbourg gegeben. Doch weit gefehlt: Er ist und bleibt ein enfant terrible. Gerade das macht ihn so besonders.

Babyshambles – Sequel To The Prequel (Parlophone/Warner) LP 2564641849 / Del. Ed. (2CD) 2564641850 / CD 2564641861; ab 30.08.2013 im Handel