Schiller // Opus

Schiller Opus CoverChristopher von Deylen geht ganz in seinem Musikprojekt Schiller auf. Kontinuierlich auf der Suche nach neuen Verbindungen unternimmt der Musiker nun auf seinem neuen, hochkarätig besetzten Album ‘Opus’ eine Reise in die Welt der Klassik.

Zeitlos schön ist die Musik von Schiller. Nur zu gern lässt man sich von den Klängen berühren, sich von ihnen in Welten entführen, in denen man die Probleme des Alltags für eine Weile hinter sich lassen kann. Seit 15 Jahren verdichtet Christopher von Deylen alias Schiller seinen elektronischen Sound zu einem Gesamtkunstwerk aus visionären Hymnen und emotionalen Tönen, die tief im Inneren berühren. Kontinuierlich auf der Suche nach neuen Verbindungen schuf Schiller mit höchst unterschiedlichen Kombattanten wie Lang Lang, Thomas D. oder Xavier Naidoo Alben wie ‘Zeitgeist’, ‘Leben’, ‘Sehnsucht’ oder ‘Sonne’, die alle Topplätze der Charts einnahmen. Hochkarätig, aber ganz anders besetzt ist nun das neue Schiller-Werk ‘Opus’, auf dem Christopher von Deylen Klassiker der Klassik mit elektronischen Tunes verwebt.

Foto: Philip Glaser

Foto: Philip Glaser

Dafür hat er an den Türen einer neuen Nachbarschaft geklingelt, die ihm bereitwillig ihre Pforten und ihre Herzen zum gemeinsamen Entdecken von vertrautem Neuland öffneten. Die renommierte und höchst erfolgreiche Klassik-Pianistin Hélène Grimaud interpretiert mit Schiller Erik Saties “Gymnopädie No. 1” so, als hätte das Stück über 100 Jahre darauf gewartet, endgültig mit schwereloser Leichtigkeit zu den Sternen aufzusteigen. Die fast schon legendäre Sopranistin Anna Netrebko trifft dank Schiller zum ersten Mal auf elektronische Musik und interpretiert dabei mit Gänsehauteffekt “Solveig’s Song” aus “Edvard Grei”, in dem der Star-Oboist der Berliner Philharmoniker, Albrecht Mayer, meisterhaft die musikalischen Akzente setzt. Wie emotionale Docking-Stationen tauchen auf ‘Opus’ bekannte Melodien wie Rachmaninoffs “Rhapsody On A Theme Of Paganini op. 43” und Debussys “Reverie” auf, aus denen Schiller überwältigende elektronische Hörerlebnisse macht.

Schillers Reise in die Musikwelt der Klassik ist zugleich auch eine Reise zur Seele der Musik, zu Melodien und Harmonien, die die Jahrhunderte überdauert haben und auch in Zukunft noch keine Patina ansetzen werden. Schillers ‘Opus’ vermag es, Glücksgefühle auszulösen, in die man mit Hingabe eintaucht, um sich von dem musikalischen Feingefühl massieren zu lassen. Schiller setzt statt auf hochkomplizierte Konstruktionen auf Empfindungsmomente und Emotionen, die mal minimalistisch, mal mit orchestraler Wucht daherkommen. Schillers ‘Opus’ ist inspiriert von großen Melodien und großen Könnern der Klassik-Szene. Auf diesem Album bleibt alles in Bewegung, vor allem die unaufhörliche Suche nach dem schönsten und perfektesten Klang. Befreit von der ehrfürchtigen Starre der Klassik und unkompliziert in der Zusammenarbeit mit Solisten wie der Violinistin Diana Tishchenko, ist ‘Opus’ großes Kino für die Ohren.

Schiller – Opus (We Love Music/Universal) LP 4791899 / 2CD Deluxe Edition 4791893; ab 30.08.2013 im Handel