Julian Le Play // Melodrom

Julian Le Play Melodrom CoverRuhm allein macht nicht glücklich. Julian Heidrich alias Julian Le Play will in erster Linie sein Handwerk beherrschen. Also tingelte der Österreicher anfangs durch Kneipen, um Live-Erfahrung zu sammeln. Was ihm fehlte, waren gute Kontakte. Darum entschloss er sich, bei der Castingshow „Helden von morgen“ mitzumachen. Er belegte den siebten Platz, lernte einige Musiker und Produzenten kennen, die ihm bei seinem Debütalbum ,Soweit Sonar‘ – es stieg 2012 in seiner Heimat auf Platz fünf der Charts – Starthilfe gaben. Danach feierten ihn die Medien als Österreichs Antwort auf Xavier Naidoo. Tatsächlich findet der 22-Jährige den Mannheimer „extrem cool“: „Ich hätte nichts dagegen, so erfolgreich wie er zu werden.“ Wie sein Vorbild hat er sich auch auf seiner zweiten CD ,Melodrom‘ dem soulig-gefühlvollen Deutschpop verschrieben, jedoch ohne die Extraportion HipHop. Dabei verehrt Julian le Play Rapper wie Max Herre: „Er hat Smoothness in die deutsche Sprache gebracht.“ Dem versucht der Nachwuchskünstler jetzt nachzueifern, vorzugweise mit Metaphern. Niemals würde er den Satz „Ich liebe dich“ in eine Nummer einbauen: „Wer so direkt ist, gerät leicht ins Fahrwasser des Schlagers.“

Julian Le Play – Melodrom (Capriola/Sony) CD 888430123120 // ab 28.2.2014 im Handel