Ami // Part Of Me

Ami Part Of Me CoverWenn Amira Warning redet, hat sie eine völlig normale Stimme. Doch beim Singen verändert sich ihr Timbre plötzlich, es wird rau, brüchig. Warum das so ist, weiß die Münchnerin, die sich als Künstlerin schlicht Ami nennt, selbst nicht genau: „Zuerst habe ich wie ein typisches Mädchen geklungen. Mit der Zeit wurde mein Gesang halt kantiger.“ Gerade deshalb springt bei den Liedern ihres Debütalbums ,Part Of Me‘ der Funke über. Ganz selbstverständlich kombiniert die 18-Jährige Pop mit jamaikanischen Rhythmen. Ihre CD weiß kaum zu verleugnen, dass sie die Tochter des Roots-Reggae-Musikers Wally Warning ist. Er hat nicht bloß ihre Platte produziert, die beiden treten regelmäßig miteinander auf. Anfangs war Ami seine Bassistin, jetzt spielt er bei ihren Konzerten für sie Bass, damit sich sein Sprössling ganz auf Gitarre und Gesang konzentrieren kann. Das passiert alles wie von alleine: „Musik war für mich immer die normalste Sache der Welt.“ Dementsprechend singt die Newcomerin mit Hingabe „Follow Me“, ein Stück, das von innerer Zerrissenheit handelt. Der Verstand will in die eine, das Gefühl in die andere Richtung. In dieser Zwickmühle steckte die Tochter eines Arubaners und einer Deutschen schon oft: „Weil ich eher ein Bauchmensch bin, höre ich meistens auf mein Herz.“ Das verbat ihr, sich bei einer Castingshow anzumelden: „Ich will keine Titel singen, die Dieter Bohlen komponiert hat.“

Ami – Part Of Me (Blanko Musik/Sony) CD 88843012212 // ab 7.3.2014 im Handel