Feathered Arms // Feathered Arms

Feathered Arms Feathered Arms CoverKatja Nielsen rechnet ab. „The ugly truth is that you keep fooling me“, raunzt sie im Opener „Lies!Lies!Lies!“ ins Mikrofon. Die Gitarren – rau und schmutzig – unterstützen diese Anklage gemeinsam mit dem punkig polternden Schlagzeug entsprechend musikalisch. Das Quartett aus Schweden schrammelt sich gekonnt durch neun kontrolliert wütende Songs des selbstbetitelten Debüts. Die Abgründe des menschlichen Daseins seien ihre Inspirationsquelle, gibt Katja zu Protokoll, die früher in der Psychatrie als Krankenschwester tätig war. Vor diesem Hintergrund fallen auch die übrigen Tracks entsprechend anklagend, emotional und  rotzig-wütend aus. Insgesamt erinnert das vom gesamten Hörerlebnis her ein wenig an Courtney Love´s Hole in der frühen Phase. Doch die Band aus Malmö geht mit ihrem lärmenden Post-Grunge-Punk darüber hinaus und wirkt daher nicht wie eine 90er-Retro-Combo. Wie die Soundverwandeten von vor 20 Jahren gilt auch hier allerdings wieder in bester Riot-Girl Tradition „Don´t be quiet, start a riot“.

Feathered Arms – Feathered Arms (Stargazer/Broken Silence) LP 00240 / CD 00239 // ab 28.2.2014 im Handel