Kamchatka // The Search Goes On

Kamchatka The Search Goes On CoverEine Rückkopplung dröhnt aus den Verstärkern, ein bluesiges Rockriff steigt daraus hervor:  „Somedays“ eröffnet das fünfte Kamchatka-Album und treibt uns tief in die Soundgefilde des 70er Bluesrocks – düster, grollend, bedrohlich, so wie die vulkanisch aktive Region, von der sie sich den Bandnamen entliehen haben. Ein Hördurchgang ist wie ein Ritt auf dem Motorrad durch eine nächtliche Wüste. Songs für einen Tarantinofilm, der Auftritt des Protagonisten – Lederjacke, wehende Haare, verwegener Bart. Ein Soundtrack für einen Thriller. Die Schweden mischen Psychedlic-Elemente mit Stoner-Rock und den erwähnten 70er-Wurzeln. Die Gitarren türmen sich zu Wänden, der Bass pulsiert unaufhaltsam und treibt mit den knackigen Drums die Songs immer weiter nach vorne. Die durchaus eingängigen, manchmal geradezu poppigen Gesangsmelodien („Tango Decadence“) schlagen  unerwartete Kapriolen, nehmen interessante Abbiegungen und lassen so keine Langeweile aufkommen. Gemeinsam mit zum Teil ausgefallenen Harmonien des Arrangements („Cross the distance“) erreicht das Trio so eine hohe Eigenständigkeit im Sound.

Kamchatka – The Search Goes On (Despotz/Cargo) LP 00069535 / CD 00069536 // ab 21.2.2014 im Handel