Murmansk // Rüütli

Murmansk Rüütli CoverLärm türmt sich auf, bedrohliches Gitarrenfeedback, donnernde Drums im Noise-Gewitter und aus all dem erhebt sich die Stimme von Sängerin Laura. „Let´s make every thing disappear, we could start with all the money“ singt sie. Drohung? Angebot? „Contradisco“ bringt von Beginn an die Intensität mit, die das Album der Finnen prägt. Zwischen Indie-Rock, Noise und düsterem Pop sind sie zuhause. Hier erschaffen sie ihre Klangebilde – düster und zugleich umarmend. Die Nacht legt sich um uns herum, wie die mal filigran pluckernden und dann aggressiv zupackenden Gitarren, deren Sound wie ein Nebel durch die Songs wabert. Nähe und Distanz ist wie laut / leise der entscheidende Faktor auf ‚Rüütli‘. Mal ist Sängerin Laura enorm präsent, als stünde sie vor uns. Dann geht ihre Stimme im homogenen Gesamtmix der Band wie im Finale von „Mercury“ auf – in weiter Ferne so nah. Songs wie „Hungry Hippos“ erinnern an Lofi a la Sonic Youth, andere wie „Peel“ sind lärmende Noise-Monster, die über uns walzen oder Indie-Pop-Balladen wie das sanfte „Nighttime“.

Murmansk – Rüütli (G-Records/rough trade) CD AYN10 // ab 24.1.2014 im Handel