Jan Delay // Hammer & Michel

Jan Delay Hammer & Michel CoverBei seinen Konzerten trägt Jan Delay gerne schicke Maßanzüge, privat mag er es lässiger. Basecap, Turnschuhe, Lederjacke, bequeme Hose – so fühlt er sich am wohlsten. Darum bleiben seine Bühnenoutfits im Schrank, als er in einem Hamburger Studio Interviews gibt und über ,Hammer & Michel‘ redet. Sie klingt zwar rockiger als ihre Vorgänger, verschreckt aber alte Fans keinesfalls. Weil sie sich nicht auf eine musikalische Sparte beschränkt. Nach wie vor finden sich auch Soul- oder Funk-Elemente in einzelnen Liedern. „Ich mache keinen Jungsrock mit Gitarrensoli-Gewichse“, sagt Delay, „sondern Rock, zu dem Mädchen tanzen können.“ Lenny Kravitz war für ihn eher ein Referenzpunkt als die kompromisslose Härte von Nine Inch Nails. Auch Britpop hat den 38-Jährigen inspiriert. Das Debütalbum der Arctic Monkeys begeisterte ihn ebenso wie der erste Langspieler der Kaiser Chiefs. Er hörte alles Mögliche von Mando Diao bis zu Wolfmother: „Dank dieser Mucke kriegte ich Bock, selber zu rocken.“ Jetzt träumt er sogar davon, beim Wacken Open Air aufzutreten: „Mit meiner neuen Platte würde mich das schon mal reizen.“ Denn der Hamburger ist total begeistert von der Atmosphäre des größten Heavy-Metal-Events der Welt, seitdem er dort das Video für seinen Aufbruchsong „Wacken“ gedreht hat: „Ich bin auf einem Festival noch nie sympathischeren Menschen begegnet. Die waren wirklich alle derbe nett.“

Jan Delay – Hammer & Michel (Vertigo/Universal) 2LP 3769838 / Ltd. Deluxe Ed. (CD+DVD) 3769836 / CD 3769835 // ab 11.4. im Handel