Fuck Art, Let’s Dance // Atlas

Fuck Art, Let’s Dance Atlas Cover„Fuck Art, let´s dance!“ – ein Spruch den gelangweilte Schüler an Tafeln malen könnten, ein Statement gegen Verkopfung statt Clubbesuchen und vor allem ein Versprechen. Wenn man das ganz oberflächlich betrachtet, erwartet man bei so einer Ansage eigentlich billige, eintönige Discostampfer deren einziger Zweck das Füllen von Tanzflächen ist. Doch die 13 Songs auf dem Debütalbum der Hamburger sind ganz anders. Klar, sie sind tanzbar und von Beats durchzogen. Doch die sind keineswegs nur im Uptempo angesiedelt und haben auch längst nicht alle ihr lustigstes oder schärfstes Partyoutfit angezogen. Stattdessen bleibt Raum für ruhige, melancholische Tracks : Musik für die Untermalung von Tanzenden in Schwarz-Weiß in verlangsamter Darstellung und unter permantem Stroboskop. Das hier ist nicht der Großraumdisco, das ist der Undergroundclub und die Indie-Disco oder eine Heimfahrt nach durchzechter Nacht durch die Metropole und die Lichter der Stadt spiegeln sich in den Pfützen. Und so ist „Fuck Art, let´s dance!“ auch ein wenig Understatement. Denn Kunst ist dieses Debüt durchaus auch.

Fuck Art, Let’s Dance – Atlas (Audiolith/Broken Silence) LP 00562 / CD 00561 // ab 25.04.2014 im Handel