Rea Garvey // Pride

Rea Garvey Pride Cover„Du kriegst die Leute aus dem Dorf, aber das Dorf nicht aus den Leuten”, sang Tomte-Sänger Thees Uhlmann einmal. Eine Zeile, die man auf den ehemaligen Reamonn-Sänger wunderbar umdichten kann: Du kriegst Rea Garvey aus Irland, aber Irland nicht aus Rea Garvey. Für sein zweites Soloalbum ‚Pride‘ besann der 1998 nach Deutschland umgesiedelte Ire sich auf seine Wurzeln. „Ich bin sehr froh, Ire zu sein. Ich liebe mein Heimatland, die irische Kultur und meine Familie dort, in meiner Musik kam das bisher aber nie durch.

Es war zwar immer in meinem Blut, aber traditionelle irische Musik ist wie eine Sprache. Man muss lernen sie zu sprechen. Erst jetzt, nach 15 Jahren, war es mir möglich mich auf diese Weise auszudrücken.“ Das bedeutet aber nicht, dass Garvey nun auf The Dubliners macht. Die Single „Can’t Say No“, die mit Banjos und Männerchor à la The Pogues daher kommt, klingt zwar wie ein Abend im Pub, doch meist setzt Garvey diese Elemente dezent ein, verwebt sie geschickt mit Rock und Pop. Streicher untermalen eingängige Melodien, Akustikgitarren treffen auf noch mehr Banjos. Das Ergebnis gefällt auch Til Schweiger. Was der Schauspieler damit zu tun hat? Wenn Rea Garvey ein Album fertig hat, spielt er es seinem Kumpel Schweiger stets zuerst vor. „Til hat einfach super Ohren und sagt einem ehrlich die Meinung.“ Na dann!

Rea Garvey – Pride (Island/Universal) LP 3779774 / Super Del. Ed. (3 CD/DVD) 3779061 / Del. Ed. (CD+DVD) 3774108 / CD 3774106 // ab 02.05.2014 im Handel