Lana Del Rey // Ultraviolence

Lana Del Rey Ultraviolence CoverDas “Sunset Marquis”-Hotel in West Hollywood: Lana del Rey kommt, eine Assistentin sowie ihren Freund im Schlepptau, in aller Ruhe herbeigeschlendert, sie trägt ein gepunktetes helles Shirt, eine kurze Jeanshose und Sandalen. Die Haare sind brünett, sie sieht natürlicher und attraktiver aus als beim Treffen zu ihrem Debüt ‚Born To Die‘ vor zweieinhalb Jahren. Viel ist seither passiert.

Die 27-Jährige, die als Lizzy Grant zur Welt kam, hat mit ihrem sich in der Ästhetik der Sechziger sonnenden Breitwandpop die ganze Welt becirct, „Video Games“ und „Summertime Sadness“ sind moderne Klassiker, die Erwartungen an die zweite Platte ‚Ultraviolence‘ dementsprechend hoch. Die Songs haben beeindruckende Titel wie „West Coast“, „Shades of Cool“, „Money Power Glory“ oder „Fucked My Way up to the Top“, und sie hören sich auch so an: Opulenter, verspielter Breitwand-Pop, dieses Mal ohne HipHop, dafür mit mehr Fleetwood-Mac-Seventies-Elementen, produziert ausgerechnet von Dan Auerbach von den Black Keys, dem man so viel Anmut gar nicht zugetraut hätte. „Wir sind uns in New York über den Weg gelaufen, haben später in einem Stripclub zu „Summertime Sadness“ getanzt und am Ende des Abends beschlossen, dass wir mein Album produzieren.“ Soviel steht fest: Die Debatte, ob sie nun authentisch ist oder nicht, kann getrost beendet werden. Lana del Rey ist da, und sie bleibt. „Ich fange gerade an, Spaß an meiner Karriere zu haben. So wohl wie im Moment habe ich mich seit vielen Jahren nicht gefühlt.“

Lana Del Rey – Ultraviolence (Vertigo/Universal) 2LP 3786617 / Ltd. Del. Ed. 3788049 / CD 3786615 // ab 13.06.2014 im Handel