Imelda May // Tribal

Imelda May Tribal Cover„Als mein Bruder mir das erste Mal Rockabilly vorspielte, bin ich total ausgeflippt! Es war das Wildeste, Verrückteste und Rebellischste, was ich je gehört hatte“, erinnert sich Imelda May an den Moment, als ihr älterer Bruder Gene Vincent („Be-Bop-A-Lula“) auflegte, „diese Wildheit versuche ich in meinen Liedern einzufangen.“

Das gelingt der Irin mit der blonden Tolle auf ihrem neuen Album ohne Zweifel. Fast alle Songs stammen von der stilbewussten Diva aus Dublin, die sich keineswegs auf Rockabilly beschränkt. ‚Tribal‘ präsentiert eine sprudelnde Mischung aus Blues, Jazz, Rock´n´Roll und Balladen, in der Kontrabass und Drums wippende Grooves erzeugen, die Gitarrist (und Ehemann) Darrell Higham mit cremigen Twang-Klängen krönt. „Meine Lieder feuern mich an! Ich bin gerne kreativ und versuche, verschiedene Dinge auszuprobieren“, sagt Imelda und weist darauf hin, dass so unterschiedliche Rocker wie Marc Bolan, Robert Plant und Jeff Beck in ihrer Jugend Rockabilly-Musiker werden wollten. Die Rock´n´Rollerin mit der Sanduhr-Figur ist ausgesprochen beliebt im Kollegenkreis, von Elvis Costello über Bryan Ferry und Elton John bis zum verstorbenen Lou Reed haben viele mit ihr gearbeitet. Sie singt Rock´n´Roll, doch Nostalgie ist ihr fremd. „Ich wollte nie in den 50ern gelebt haben“, stellt sie klar. „Lieber lebe ich heute und kann Musik von Phil Lynott bis zu Undertones hören.“

Imelda May – Tribal (Decca/Universal) LP (ab 31.7.) 3778292 / CD 3763558 // ab 25.04.2014 im Handel