Kasabian // 48:13

Kasabian 48:13 CoverWenn es um Selbstbeweihräucherung geht, macht Kasabian keiner etwas vor. Ein ganzes Buch könnte man mit narzisstischen Zitaten der britischen Rock-Band füllen. Über ihr neues Album ‚48:13‘ zum Beispiel sagte Sänger Tom Meighan es sei „eine gefährliche Droge“, „ein ‚Fuck You’ an alle, die uns je kritisiert haben“ und „ihr bestes Album“ natürlich sowieso. Doch so sehr Meighan mit großen Worten um sich wirft – irgendwie hat er Recht. Zwar ist ‚48:13‘ nicht so unbegreiflich wie ‚West Ryder Pauper Lunatic Asylum‘ es war, dafür klingen die Songs verdammt fett.

Die Drums sind wuchtig, die Gitarren bedrohlich, die Synthesizer geradezu wahnsinnig. Letztere spielen diesmal eine deutlich größere Rolle. „Ich habe mit elektronischer Musik begonnen, mein erstes Instrument war ein Sampler“, erklärt Gitarrist und Songschreiber Sergio Pizzorno. „Ich mag Loops lieber als Menschen! Und dieses Mal ist es uns besser als je zuvor gelungen, sie mit Rock’n’Roll zu verbinden.“ Heraus kamen elektronische Bastarde wie „Doomsday“ oder „Eez-Eh“. Mit „Bumblebee“ derweil schrieben Kasabian den bisher härtesten Song ihrer Karriere und mit „SPS“ im Gegenzug die anmutigste Ballade. Wer so großartige Songs schreibt, darf mit ihnen auch prahlen.

Kasabian – 48:13 (Columbia/Sony) 2LP 88843063751 / CD 88843063752 // ab 06.06.2014 im Handel