Dan Croll // Sweet Disarray

Dan Croll Sweet Disarray CoverMan sieht es ihm nicht an, aber eigentlich wollte Dan Croll Rugby-Spieler werden. Mit 17 brach der Brite sich allerdings ein Bein – und beschloss im Krankenbett, es stattdessen mit der Musik zu versuchen. Eine gute Entscheidung, wie sein Debüt ‚Sweet Disarray‘ nun beweist. Darauf gelingt dem 23-jährigen Multiinstrumentalisten eine perfekte Balance zwischen organischen und elektronischen Sounds. Akustikgitarren treffen auf Synthesizer, Afro-Pop-Tunes auf Computer-Sounds und Backingvocals vom Ladysmith Black Mambazo Chor, der im Übrigen schon auf Paul Simons ‚Graceland‘ zu hören war. Beizeiten klingt ‚Sweet Disarray‘ deshalb, als sei James Blake neuerdings bei Vampire Weekend. Und sogar Paul McCartney, dessen Institute for Performing Arts in Liverpool Dan Croll besuchte, ist längst Fan. Als der Ex-Beatle das Stück „Home“ hörte – eine amüsante Liebeserklärung an einen Teppich – sagte er Croll doch tatsächlich, er wisse nicht, wie man den Song noch verbessern könne. Recht hat er.

Dan Croll – Sweet Disarray (Decca/Universal) LP 3762628 / CD 3762626 // ab 18.07.2014 im Handel