Y’akoto // Moody Blues

Y'akoto__cov__Moody Blues_300x300Jennifer Yaa Akoto Kieck alias Y’akoto hat ein Faible für extravagante Frisuren. Zwar fallen ihr beim Interview die Haare auf die Schultern, doch dieser legere Look wäre für ihre Konzerte undenkbar. Auf der Bühne setzt die Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers auf Eleganz. „Ich würde niemals in Jeans auftreten“, so die 26-Jährige. Auf eine opulente Show verzichtet sie indes: „Bei mir soll die Musik im Vordergrund stehen.“ Das gelingt ihr ohne weiteres.

Als sie 2012 ihr Debüt ,Babyblues‘ veröffentlichte, wurde sie mit Billie Holiday oder Erykah Badu verglichen. Für ihre Mischung aus Soul, Folk, Pop plus Afroflair erfand sie das Genre Soul Seeking Music: „Ich bin eine Suchende, die nicht weiß, wie alles läuft.“ Y’akoto will sich nichts von der Seele schreiben, sondern thematisiert in den Songs ihres neuen Albums ,Moody Blues‘ Dinge, die sie zu begreifen versucht. „Come Down To The River“ handelt von einer Frau, die ihren Mann verloren hat. Sie hört die Stimme des Verstorbenen in ihrem Kopf, ist verzweifelt. Eine wahre Geschichte? „Ich habe nur fantasiert. Nichtsdestotrotz werden wir alle irgendwann mit dem Sterben konfrontiert.“ Dass alles endlich ist, lernte die gebürtige Hamburgerin, die ihre Kindheit in Ghana, Kamerun, Togo und im Tschad verbrachte, schon als Mädchen: Sie sah, wie jemand gelyncht wurde. Seither weiß Y‘akoto: Alles kann ganz schnell vorbei sein.

Y’akoto – Moody Blues (Kamé/Warner) CD 5054196255114 // ab 22.08.2014 im Handel