Jamie T // Carry On The Grudge

Jamie T Carry On The Grudge Cover„Es ist nicht so, dass ich mich auf die faule Haut gelegt hätte“, so James Alexander Treays alias Jamie T. „Nur habe ich eine lange Zeit gebraucht, bis ich glücklich war mit den neuen Songs.“ Eilig hatte es der Londoner jedenfalls nicht mit seinem dritten Album. Auf ‚Panic Prevention‘ und ‚Kings & Queens‘ hat er coolen, frechen Pop-Alternative-Rock-HipHop gemacht. Zwar schnoddert er in manchen Songs immer noch munter umher, doch umweht ‚Carry On The Grudge‘ ein Hauch des Erwachsenwerdens.

28 Jahre ist James jetzt alt, er sagt, die Eltern seien vor einiger Zeit ernsthaft krank gewesen, und so klingt er jetzt balladesker, überlegter und nicht mehr so jungenhaft-hiphoppig. Und doch: Auch ‚Carry On The Grudge‘ ist ein Album mit erstaunlicher Vielseitigkeit und Bandbreite. „Zombie“ etwa erinnert in Dynamik und Gesang an den Billy-Joel-Klassiker „We Didn’t Start The Fire“, auf „Mary Lee“ vergnügt er sich in folkig-countryesken Americana-Gefilden, und „Rabbit Hole“ könnte auch von Beck stammen. „Ich finde das ganz normal, mich nicht auf einen Stil festzulegen.“ Muss man nicht weiter drüber diskutieren.

Jamie T – Carry On The Grudge (Virgin/Universal) LP 3798785 / CD 3792086 // ab 26.09.2014 im Handel