Jamie Cullum // Interlude

Jamie Cullum Interlude CoverJamie Cullum besinnt sich wieder auf seine alte Liebe zurück: den Jazz. Für sein Album ‚Interlude‘ hat der Musiker Standards auf eine ganz klassische Art eingespielt. Selbstredend stand der Brite bei der Aufnahmesession – unbeeindruckt von Trends – mit seinen äußerst versierten Musikern in einem Raum. Mit von der Partie waren Gregory Porter („Don’t Let Me Be Misunderstood “) oder Laura Mvula („Good Morning Heartache“). Cullum macht kein Geheimnis daraus, wie er an diese Künstler gekommen ist: „Ich habe durch meine BBC-Radiosendung jede Menge grandiose Kollegen kennengelernt.“

Mit ihnen verschanzte sich der 35-Jährige in einem Studio im Norden von London, vollgestopft mit analoger Technik. Er schnitt innerhalb von drei Tagen 16 Songs mit, zwölf schafften es auf die Platte. Bläser verdichten das Titelstück „Interlude“. Mit „Don’t You Know“ zeigt sich der Vater von zwei Töchtern mit kräftiger Stimme von seiner bluesigen Seite. Bei „Seers Tower“ greift er beherzt in die Tasten seines Klaviers, während die Geigen im Hintergrund schluchzen. „Walkin‘“ hat diesen gewissen nostalgischen Charme. „Losing you“ offenbart sehnsüchtige Wehmut – auch die steht Cullum gut. Diese Vielfalt lässt nie Langeweile aufkommen. Man hört dem Sänger einfach gerne zu, wenn er voller Leidenschaft den Jazz zelebriert.

Jamie Cullum – Interlude (Island/Universal) Ltd. Del. Ed. (CD+DVD) 4702475 / CD 4702448 // ab 03.10.2014 im Handel