Rise Of The Northstar // Welcame

Rise Of The Northstar Welcame CoverManga Metal? Samurai Thrash? Für Rise Of The Northstar kursieren einige kuriose und kreative Etiketten. Davon sollte man sich aber nicht von der Musik ablenken lassen. Hier gibt es nämlich keine zwei Meinungen: Das Debüt-Album ist ein Brett!

Die Manga-Kultur ist für Rise Of The Northstar wie Tolkien für Blind Guardian: Es zieht sich durch Texte und Artwork, schon der Bandname ist eine Manga-Referenz, aber auch wenn man als Hörer keinerlei Bezug dazu hat wird die Musik dadurch nicht schlechter. Und die ist echt ein Hammer: Die ersten Klänge des Openers „What The Fuck“ erinnern an die Suicidal Tendencies, die kurz darauf von Biohazard unsanft zur Seite geschubst werden. „Welcame (Furyo State Of Mind)“ legt mit einem Madball-gleichen Part los, um zwischendrin eine scharfe Kurve Richtung Slayer zu fahren. „New Path“ hätte auch den frühen Sepultura gut gestanden. So geht’s munter weiter: Dass mit Zeuss ein Mann für Mix und Mastering verantwortlich zeichnet, der schon mit Hatebreed, Madball oder Emmure gearbeitet hat, ist kaum zu überhören. Ursprünglich sollte das Album auf dem neu gegründeten Label des Sängers Vithia erscheinen – dann jedoch kam das Angebot von Nuclear Blast, das die Band schnell annahm. Ein Musik gewordener Arschtritt, eine der großen, positiven Überraschungen des Jahres.

Rise Of The Northstar – Welcame (Nuclear Blast/Warner) LP 2736134451 / CD 2736134450 // ab 21.11.2014 im Handel