Tove Lo // Queen Of The Clouds

Tove Lo Queen Of The Clouds CoverKeine Sorge, Tove Lo hat kein Drogenproblem, auch wenn man nach Genuss ihres Debüts ‚Queen of the Clouds’ vielleicht auf anderen Ideen kommen könnte. Mit „Habits (Stay High)“ und „Not On Drugs“ handeln zwei der stärksten Nummern von Räuschen und den entsprechenden Mitteln.

„Die Drogen sind für mich eine Metapher für alles, was wild, gefährlich und umstritten ist – meine persönliche Droge ist die Jagd nach Erfahrung und Aufregung“, erzählt sie. „Ich finde es immer anziehend und faszinierend, wenn Menschen zur Selbstzerstörung neigen, auch wenn ich selbst weniger krass bin.“ Krass waren sicherlich die vergangenen Monate, denn die Karriere explodierte regelrecht. Ebba Tove Elsa Nilsson heißt sie mit vollständigem Namen, sie kommt aus Stockholm, und wie so viele ihrer schwedischen Landsfrauen versteht sich die 27-Jährige bestens auf die Komposition von knackig-eingängigen Popsongs. Über ihre Schulfreundin Caroline Hjelt (eine Hälfte von Icona Pop) schaffte Tove, zunächst als Songschreiberin, den Einstieg ins Popgeschäft, und nach kleinen Erfolgen kam mit „Habits“ der erste richtige Hit, dem weitere folgen dürften. Denn ‚Queen of the Clouds‘ ist ein kluges, für Radio wie Clubs gleichermaßen taugliches Album, das nicht zuletzt mit ehrlichen, für Mainstream-Pop sehr persönlichen Songtexten überzeugt. „Ich mache mir keine Illusionen. Ich bin ein Dance-Pop-Mädchen, das gerade seinen Teenager-Traum auslebt. Aber meine Musik ist nicht frei von Dunkelheit und Schmerz. Ich hätte mir auch vorstellen können, ein Indie-Album zu machen.“

Tove Lo – Queen Of The Clouds (Island/Universal) CD 4702496 // ab 23.01.2015 im Handel