Kärbholz // Karma

Kärbholz Karma Cover„Achtung! Lebensbejahende Beatmusik“ steht auf dem Cover des sechsten Kärbholz-Albums. Das Quartett aus Ruppichteroth im Ruhrgebiet hat ihm den Titel „Karma“ verpasst. Auch „Vollgasrock“ nennen Kärbholz ihre PS-starken Nummern ohne Stoßdämpfer und Bremsen, deren Fahrgestell aus Punk und Hardcore zusammen geschweißt wurde. „Dieses Mal haben die Lieder auch nur mit Akustik-Gitarre und Gesang funktioniert“, meldet Gitarrist Adrian Kühn, „wenn wir merken, dass es so klappt, setzen wir uns zusammen und arbeiten am Material. Hat alles ein wenig länger gedauert als bei der letzten Platte. Wichtig ist aber auch, dass die Songs mit allen Mitgliedern zusammen im Proberaum wachsen.“ Ihr letzter Dreher ‚Rastlos‘ (2013) erkämpfte sich einen respektablen Platz 16 der hiesigen Charts. Auch die Texte stammen von Kühn, der eine klare Sprache bevorzugt. Meist drehen sie sich um Persönliches wie Freundschaft, Beziehungen, Hoffnungen und Befürchtungen. In „Kein Rock´n´Roll“ sprechen Kärbholz den einschlägigen Heimat- und Rechtsrockern glatt die Fähigkeit ab zu rocken. Statt Rock „rollt da nur noch der Rubel“, in Wahrheit seien ihre Inhalte braunes Gedankengut, „verpackt in zweideutige Liedern“. Eher unpolitisch geht es in „Sink oder Schwimm“ zu, hier definieren die Ruhrpottrocker ihre Version von Karma, dem buddhistischen Gesetz von Ursache und Wirkung: „Karma ist ein Arschloch, Baby, wenn du auch eins bist“.

Kärbholz – Karma (Metalville/rough trade) LP (MV0069-V / CD MV0069 // ab 30.01.2015 im Handel