Last Days Of April // Sea Of Clouds

Last Days Of April  Sea Of Clouds CoverIst ein neuntes Album eigentlich so schwer zu schreiben wie das oft gefürchtete zweite oder so herausfordernd wie ein drittes? Fakt ist, dass eine gute Band sich von Album zu Album weiterentwickelt und somit  immer wieder vor einer Herausforderung steht. Last Days of April liefern uns mit ‚Sea Of Clouds‘ ihr neuntes Werk und wirken dabei so entspannt, wie eigentlich nie zuvor. Das Gefühl an einem neuen Song zu sitzen, besingen sie übrigens selbst in „The Artist“. Nur  mit analogem Equipment in knapp über zwei Tagen und auf weitestgehend unver- oder nur angezerrten Instrumenten eingespielt, ist von der zornig-deprimierten, oftmals tieftraurigen Emo-Stimmung früherer Alben nur noch wenig übrig. Die Melancholie ist immer geblieben, aber statt düsterer E-Gitarren und Synthesizer hört man jetzt Folk- und Country-Anleihen. Die Songwriter-Klänge entfernen sich so weit von den Anfängen der Band so weit, wie bisher noch nie zuvor und zeigen gerade dadurch auch eine Entwicklung, die ein neuntes Album absolut rechtfertigt – wenn sich Musiker überhaupt für Alben rechtfertigen müssten.

Last Days Of April – Sea Of Clouds (Tapete/Indigo) LP+CD 108971 / CD 108972 // ab 19.06.2015 im Handel