Lianne La Havas // Blood

Lianne La Havas Blood CoverTrotz ihrer griechisch-jamaikanischen Wurzeln ist Lianne La Havas eine typische Britin. Bei einer Tasse Tee lässt sie ihren Jamaika-Urlaub Revue passieren, den sie mit ihrer Mutter gemacht hat. „Diese Reise“, sagt sie, „hat mir geholfen, zu mir selbst zu finden. Als Mensch und als Musikerin.“ Schließlich ist sie in London bei ihren Großeltern aufgewachsen, die sie an die jamaikanische Lebensart herangeführt haben. Deshalb hat sie sich auf der Karibikinsel sofort heimisch gefühlt: „Der Spirit der Leute war für mich das Allergrößte. Sie haben überall gesungen und getanzt.“ Besonders die Begegnung mit dem Produzenten Stephen McGregor war für die 25-Jährige prägend. Zuerst jammten die beiden miteinander, dann beschloss die Musikerin, einige Lieder ihrer zweiten CD ‚Blood‘ mit ihm aufzunehmen. Das Ergebnis ist zwar kein Reggae, aber die Stücke sind in einen kraftvolleren Soulpop-Sound verpackt. Mit schnelleren Rhythmen und mehr Beats: „Ich habe mich einfach von meinen Gefühlen leiten lassen.“ Das hört man auch den Texten an, die Lianne La Havas‘ Seelenleben ausleuchten. Mit „Green & Gold“ blickt sie auf ihre Kindheit zurück. „Good Goodbye“ ist ihrer verstorbenen Großmutter gewidmet. „Tokyo“ beschwört eine ähnliche Atmosphäre wie der Film „Lost in Translation“ herauf: „Diese Nummer handelt von der Einsamkeit, die einen manchmal packt, wenn man andauernd unterwegs ist.“

Lianne La Havas – Blood (Warner) LP 2564611778 / CD 2564611780 // ab 31.07.2015 im Handel