Romano // Jenseits von Köpenick

Romano Jenseits von Köpenick CoverHipHop, Schlager, Metal, Pop? Alles und doch nichts davon: Das Albumdebüt des Berliners lässt sich nicht in eine der berüchtigten Schubladen pressen und macht gerade deshalb so viel Spaß. Er heißt Roman Geike, kam 1977 zur Welt und wuchs im Berliner Stadtteil Köpenick auf. Er war einst Sänger der Crossover-Band Maladment, interessiert sich aber seither für alle möglichen musikalischen Stile: von Drum’n’Bass und Techno über Metal bis hin zu HipHop und Schlager. Geike legt sich nicht fest und macht das, worauf er Lust hat. Daher hat er auch mehrere Künstlerpseudonyme. Außerdem ist er gelernter Mediengestalter und Graffiti-Künstler. Als Romano widmet er sich nun dem Sprechgesang. Die Musik ist aber nicht mit dem restlichen Deutschrap zu vergleichen. Sie stammt von den Electro-Produzenten Jakob Grunter und Moritz Friedrich alias Siriusmo. Sie paaren Romanos junggebliebene Stimme mit einem kunterbuntem Cocktail aus HipHop, Electro, Pop, Dancehall und Minimalismus. Das wirkt in Kombination mit den amüsanten Texten erst einmal fremd, macht aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase Sinn und Spaß. Romano macht eben vieles anders, aber richtig. Das zeigte bereits „Metalkutte“, sein Hit aus dem Frühjahr, in dem er seine Vorliebe für norwegischen Black Metal beschreibt. Ob Black-Metal-Liebe oder kitschiges Liebeslied („Romano & Julia“) – Romano kann alles und das sogar gut.

Romano – Jenseits von Köpenick (Virgin/Universal) 2LP 4747473 / Ltd. Deluxe Box 4747476 / CD 060254747472 // ab 11.09.2015 im Handel