Naytronix // Mister Divine

Naytronix Mister Divine CoverEin wenig groovy, ein wenig entspannt, ein wenig funky und dann wieder zurückgelehnt. ‚Mr. Divine‘ von Naytronix kommt als eigenwillige, experimentelle Electro-Pop-Mischung daher, die sich weigert in irgendwelche Schubladen zu passen. Postmoderne Versatzstücke unterschiedlichster Stilrichtungen versammeln sich in dem Projekt des amerikanischen Multiinstrumentalisten Nate Brenner, der seinen Funk-Disco-Sound des Vorgängers ‚Dirty Glow‘ weiter mit psychedelischen Elementen angereichert hat. Schnell wäre man versucht zu schreiben, dass hier jemand die Grenzen seines Genres auslotet. Doch was ist eigentlich das Genre? Die Electro-Songs scheinen der Disco so nah wie einem Jazz-Jam. Brenner hat keine Angst vor überraschenden Wendungen oder Beatwechseln. Und so würden die Streicher und dissonante Bläser in Titeln wie „Starting Over“ auch Thom Yorke sicherlich gefallen. Es gelingt dem Amerikaner bei allem offentlichen Willen zur Kunst seinen komplex-experimentellen Arrangements immer auch eine gewisse Eingängigkeit mitzugeben, die wie ein roter Faden durch die Songs führt.

Naytronix – Mister Divine (City Slang/Universal) LP 0681240 / CD SLANG 50085 // ab 16.10.2015 im Handel