Von Brücken // Weit weg von fertig

Von Brücken Weit weg von fertig CoverWegen Angststörungen hat Nicholas Müller im Mai letzten Jahres seinen Job als Sänger bei Jupiter Jones an den Nagel hängen müssen, jetzt ist das Debüt-Album seiner neuen Band Von Brücken erschienen. „Dass wir so schnell weitermachen können, ist ein großes Glück.“ Ebenso gut hätte die Genesung Jahre dauern können, resümiert der Sänger: „Angst ist eine Sache, die man erlernt – ich musste tatsächlich den ganzen Schrott, der mich gelehrt hat, Panikattacken zu schieben, wieder verlernen.“ Das jedoch ging schneller als erhofft, und so rief Müller eines Tages Keyboarder Tobias Schmitz an. Privat kennen die beiden sich „schon ewig“, gemeinsam musiziert hatte man auf Jupiter-Jones-Tourneen auch schon. Man begann, zusammen Musik zu machen, so Schmitz „einfach so und ohne das Ziel zu haben, dass da ein Album entsteht oder eine Band gegründet wird.“ Schon bei der ersten Session entstand „Gold gegen Blei“, und dass es dann so schnell gegangen sei, sei Schmitz zu verdanken, erzählt Müller – „weil er einfach eine Taktzahl hat, bei der man zwischen Liebe und Hass pendelt. Liebe, weil er so tolle Sachen in so kurzer Zeit rausbringt, und Hass, weil man den ganzen Kram ja auch irgendwie betexten muss.“ 14 Songs – alle mit Text – finden sich jetzt auf dem Band-Debüt. „Pop mit Kopp“ nennen Von Brücken es, und die Selbstbeschreibung könnte nur treffender sein, wenn man noch „viel Herz“ rein formuliert. Das erste Kapitel der Bandgeschichte, dem nach der Tour im Frühjahr noch viele folgen sollen.

Von Brücken – Weit weg von fertig (Four Music/Sony) 2LP 88875131351 / Ltd. 2CD 88875131332 / CD 88875131362 // ab 30.10.2015 im Handel

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