Paul Armfield // Found

Paul Armfield Found CoverMusiker lassen sich gemeinhin von allerlei Ereignissen oder Dingen zu Songs inspirieren. Das können persönliche Erfahrungen, Katastrophen, Bücher, Gedichte, Filme oder eben auch Fotografien sein. Elinor, eine Bekannte des britischen Musikers Paul Armfield, hatte auf Flohmärkten in Berlin und Potsdam alte Schwarz-weiß-Fotografien, die ihr unbekannte Menschen zeigen, gesammelt. „Die Tatsache, dass wir nichts über diejenigen anonymen Charaktere wissen, die diese Bilder bevölkern, ist fesselnd genug. Aber dadurch, dass sie alle auf irgendeine Weise von derselben deutschen Geschichte beeinflusst wurden, entstehen noch ganz andere Ebenen der Faszination“, erklärte der Musiker hierzu. Sie veranlassten ihn, einem jedem Bild ein Lied zu widmen. Angefangen bei der Sammlerin Elinor, die er in „In Elinor’s Eyes“ besingt. Musikalisch ist er der altbekannte Singer-Songwriter („The Boy In The Picture“), erweitert sein Klangspektrum aber gegebenenfalls um Streicher („A Dubious Trinity“) oder Bläser („Wind-Up Gramophone“). Kurzum: Ein wunderschönes Album.

Paul Armfield – Found (popup-records/Cargo) CD 00089422 // ab 07.11.2015 im Handel