TÜSN // Schuld

TÜSN Schuld CoverDrei Jahre lang tüftelte TÜSN im Verborgenen am Sound, an der Ästhetik, am Gesamtkunstwerk ihrer Band. Ursprünglich war das Trio im Punk- und Hardcorebereich unterwegs, wurde aber des Krachs überdrüssig, verbannte die Gitarren und holte die Synthesizer raus. „Wir haben wirklich sehr lange experimentiert, um unseren eigenen Klangkosmos zu entwickeln“, sagt Frontmann Snöt, und erzählt, wie er mit Hilfe einer Opernsängerin an seiner Körperspannung gearbeitet und dadurch gelernt habe, „meine Stimme noch einmal ganz neu zu entdecken“. Wenn man sich nun das großartige TÜSN-Debütalbum ‚Schuld‘ anhört, sich die sich die schwarz-weißen Videos zu „Schwarzmarkt“ und „Zwang“ anschaut und weiß, dass die Band vor kurzem einige Konzerte für Marilyn Manson eröffnete, dann sind die Assoziationen nicht weit und auch nicht falsch: Rammstein, Depeche Mode, Hurts. TÜSN erfindet den dunklen Pop mit textlich leicht abgründigen Themenwelten nicht komplett neu, fügt aber eine maßgebliche neue Schattierung hinzu. „Vor Pathos haben wir keine Angst“, sagt der gern oben ohne auftretende Snöt. „Wir lieben epische Melodien und die ganz großen Dramen und theatralische, cineastische Elemente in der Musik.“

TÜSN – Schuld (Vertigo/Universal) LP 4743728 (ab 15.2.16) / CD 4729996 // ab 12.02.2016 im Handel