Anthrax // For All Kings

Anthrax  For All Kings Cover„Diese Scheibe enthält eine Extra-Portion Metal“, frohlockt Rhythmusgitarrist Scott Ian. „Sie präsentiert mehr Heavy- und Thrash-Klänge als viele unserer Alben zuvor.“ In der Tat stellt ‚For All Kings‘ eine Rückbesinnung auf die Wurzeln des Schwermetalls dar. Das dürfte in erster Linie mit den stimmlichen Vorlieben des neuen/alten Vokalisten Joey Belladonna zu tun haben. Sein Sing-Along-Organ röhrt auf Hochtouren. Bereits für das Vorgängeralbum ‚Worship Music‘ (2011) war Belladonna zurück gekehrt, doch Fans klagten, der Dreher sei zu melodisch ausgefallen. Das sollte nicht noch einmal passieren und so besann sich Chef-Songwriter & Trommler Charlie Benante auf die Anfänge der New Yorker Metal-Institution. Ihr Debüt ‚Fistful Of Metal‘ (1984) bestand aus lupenreinem Heavy Metal, damals noch ohne Belladonna. Der gab seinen Einstand mit der EP ‚Armed And Dangerous‘ und der folgenden LP ‚Spreading The Disease‘, beide von 1985. Der damalige Klang der Kapelle, die sich nach dem medizinischen Fachbegriff für Milzbrand benannte, war perfekt für den timbre-schwangeren Heldentenor Belladonnas. Doch es soll nicht verschwiegen werden, dass Anthrax-Fans in zwei Gruppen fallen, die einen himmeln Donner-Kehle John Bush (1992-2005) an, die anderen Belladonna. Mit seiner stimmlichen Leistung auf ‚For All Kings‘ meldet Letzterer nun definitiv seinen Anspruch auf den Metal-Sanges-Thron an.

Anthrax – For All Kings (Nuclear Blast/Warner) 2LP 2736135671 / 2LP+2CD 2736135677 / 2CD 2736135670 / CD 2736135672 // ab 26.02.2016 im Handel