Iggy Pop // Post Pop Depression

Iggy Pop Post Pop Depression CoverNach dem Tod von David Bowie gleich die nächste Hiobsbotschaft: James Newell Osterberg Jr., den die Welt als Iggy Pop kennt, denkt über seinen Abschied nach. Kein Marketing-Trick, sondern ein offenes, ehrliches Bekenntnis zum eigenen Alter. „Ich denke, das war´s“, so der 68-Jährige. „Einfach, weil ich alles gesagt und getan habe – und es mir immer schwerer fällt.“ Dabei stellt ‚Post Pop Depression‘, sein 17. Studio-Album, ein ganz besonderes in seiner langen Karriere dar. Sei es, weil es auf eine Allstar-Band um Josh Homme (Queens Of The Stone Age), Matt Helders (Arctic Monkeys) und Dean Fertita (QOTSA) zurückgreift. Aber auch, weil es an Heldentaten der späten Siebziger wie „Lust For Life“ erinnert. Mit Songs, die zwischen Spoken Word, morbidem Rock Noir, dreckigem Akustik-Blues und Gänsehaut-Balladen pendeln bzw. von Berlin-Erinnerungen, billigen Hotels, korrupten Politikern sowie verflossener Liebe handeln und einen denkwürdigen Schlusspunkt aufweisen: „Paraguay“, eine Aussteiger-Fantasie, die andeutet, wo Iggy seinen Lebensabend verbringen will. Nur: „Lasst mich da bloß in Ruhe! Wer mich in Zukunft auf der Bühne erleben will, soll gefälligst dafür bezahlen. Also für eine Million Dollar singe ich „Happy Birthday“ für eure Oma. Ansonsten: Verpisst euch!“ Bis es soweit ist, geht er noch einmal auf Tour – mit neuer Band und vielen alten Songs. Ob es wirklich das letzte Mal ist? Abwarten!

Iggy Pop – Post Pop Depression (Caroline/Universal) Ltd. Deluxe Vinyl (LP) 060254778768 / LP 4777822 / CD 4777821 // ab 18.03.2016 im Handel