The Lumineers // Cleopatra

The Lumineers Cleopatra CoverDas Trio aus Denver, Colorado wusste bereits, dass es einen zündenden Song im Programm hatte, „Ho Hey“ war schon lange ein Höhepunkt der Konzerte – Tag für Tag wurde die Nummer populärer. Am Ende verkaufte sich die Single sagenhafte vier Millionen Mal allein in den USA.

In Deutschland erreichte das Lied Platz fünf der Charts und heimste Gold für 150.000 Verkäufe ein. Die reduzierte Instrumentierung des Folktitels in C-Dur, der hauptsächlich von der Stimme und Gitarre des Sängers Wesley Schultz lebt, führt Musik auf ein menschliches Maß zurück. Der Titel stammt vom baumlangen Rotbart Wesley Schultz. „Ich will Lieder schreiben, die du einmal hörst und glaubst, du kennst sie schon dein ganzes Leben“, lautet sein Plan. Das Debüt von 2012 enthielt spartanisch instrumentierten Folk mit Gospel-, Country- und Heartland-Rock-Einflüssen.  Das gleiche Rezept verfolgt der Dreier auf dem aktuellen Dreher ‚Cleopatra‘. Die Rhythmen der Lieder werden vielfach von Handklatschen und Fußstampfen erzeugt. Dazu steuern Gitarre, Klavier, Cello und Trommeln melodische Klangtupfer bei. Gibt es einen roten Faden, der die Lieder verbindet? „Eine Verbindung besteht darin, dass wir mit dem Album und besonders dem Song „Ophelia“ versuchen, den Erfolg unseres ersten Albums zu verarbeiten“, antwortet Wes, „dreieinhalb Jahre sind wir mit diesem Album getourt, jetzt versuchen wir, diese Entwicklung zu verstehen.“

The Lumineers – Cleopatra (Decca/Universal) LP 060254770572 / CD 4769325 // ab 08.04.2016 im Handel