Volbeat // Seal The Deal & Let’s Boogie

Volbeat - Seal The Deal & Let's Boogie CoverAuf ihrem sechsten Album ‚Seal The Deal & Let´s Boogie‘ tauchen die dänischen Platin-Rocker in die Mythologie von New Orleans ab – inklusive Dämonen, Teufel und geheimnisvoller Rituale. Das Ergebnis: Zwölf Songs für die Ewigkeit und die größten Open Airs 2016.
Rock´n´Roll, das wussten schon Pioniere wie die MC5, Stooges und New York Dolls, muss laut, dreckig und ein bisschen bedrohlich sein. Eine Formel, die bis heute funktioniert, und die auch Michael Poulsen, Gitarrist, Sänger und Songwriter von Volbeat, verinnerlich hat. „Im Grunde ist es die Musik der Underdogs, die gegen das Establishment rebellieren und sich dadurch Energie und Kraft holen“, sagt der schlacksige Mann, der seit Jahren auf den größten Festivals der Welt spielt, goldene Schallplatten hortet und als Dänemarks erfolgreichster Musik-Exportartikel gilt, sich aber gleichzeitig extrem bodenständig und bescheiden gibt: Der 41-Jährige trägt Jeans-Jacke zum Metal-T-Shirt, lebt mit seiner Freundin auf einer Farm bei Kopenhagen und verbringt seine Freizeit mit Filmen und Büchern, die er als Hauptinspirationsquelle bezeichnet.
Beim letzten Album ‚Outlaw Gentlemen & Shady Ladies‘ (2013) hat er den Underdog-Absatz noch mit einem Wild-West-Konzept umgesetzt. Doch diesmal handeln die Songs nicht mehr von Revolverhelden, sondern „von Geschichten und Figuren aus der Voodoo-Mythologie“, wie der Multiinstrumentalist verrät. „Ich habe mich intensiv mit der Szene in New Orleans befasst, war auch ein paar Mal dort und finde das Ganze wahnsinnig spannend. Also uralte afrikanische Rituale und Traditionen, die Jahrhunderte überlebt haben und einen starken Bezug zur Natur haben. Sie sind vollkommen unberührt von der heutigen Zeit und existieren in einer Art Parallelwelt.“
Weshalb sich auf dem Coverartwork Medien, Priester und jede Menge Gestalten aus der Unterwelt tummeln bzw. die Songs nach Voodoo-Koryphäen wie Marie Lavaeu benannt sind. Die Musik ist hingegen – im positiven Sinne – typisch Volbeat: Ein energetischer Mix aus 60s Rock´n´Roll, Power-Rock und Metal, angereichert mit hymnischen Melodien, eingängigen Refrains, einem Gastauftritt von Danko Jones und einer Coverversion der kultigen Georgia Satellites von 1986. „Ich war noch sehr jung, als der Freund meiner älteren Schwester immer “Battleship Chains” gehört hat. Ich fand den Song ebenfalls toll und habe mir vorgenommen, ihn irgendwann selbst aufzunehmen. Jetzt ist es soweit – es hat nur 30 Jahre gedauert.“
Nicht so lange – nämlich nur zehn Jahre – hat er hingegen gebraucht, um mit Kasper Larsen einen alten Freund als neuen Volbeat-Bassisten vorzustellen. Der Nachfolger von Anders Kjølholm ist schon einmal mit Poulsen & Co. getourt, hat sich dann aber für das Punkrock-Outfit The Hitchcocks entschieden. „Jetzt ist er endlich wieder Teil der Familie“, lacht sein Brötchengeber. Und angesichts der aktuellen Killer-Songs und der kommenden Konzerte in den größten Hallen der westlichen Hemisphäre, dürfte er diesen Schritt wohl kaum bedauern.

Volbeat – Seal The Deal & Let’s Boogie (Vertigo/Universal) 2LP(180g)+CD 4779103 / Ltd. Deluxe Ed. (2CD) 4780567 / Ltd. Special Box (2CD+Poster+Merch) 4780566 / CD 4780570 // ab 03.06.2016 im Handel