Adiam // Black Wedding

Adiam - Black Wedding CoverDie Pop-Hoffnung aus Eritrea legt nicht nur ein starkes Major-Debüt vor, sondern wartet auch mit einem eigenen Genre auf, das sie selbstbewusst „the new black cool“ nennt. Adiam Dymott ist im wahrsten Sinne des Wortes „multikulti“: Ihre Eltern stammen aus Eritrea, aufgewachsen ist sie im schwedischen Uppsala, wo sie ihre Liebe zu HipHop und Black Music entdeckte. Anschließend hat sie in Stockholm als Backgroundsängerin gejobbt beziehungsweise 2009 ihr Indie-Debüt veröffentlicht. Wenig später unterschrieb sie einen internationalen Vertrag, zog nach Berlin und landete im kalifornischen Studio von David Sitek (TV On The Radio). „Ich habe lange nach meinem Sound gesucht, und dazu gehörten nicht nur Beats, sondern auch Fuzz-Gitarren und eine düstere, dichte Atmosphäre. Einfach, weil ich kein glücklicher Mensch bin“, so die 34-Jährige, die eine schmerzhafte Scheidung erlebt hat und diese in den Texten ihres neuen Albums ,Black Wedding’ verarbeitet. Sei es mit verbalen Seitenhieben auf ihren Ex („at least I got my mind back“), aber auch therapeutischem Seelenstriptease der Marke „Quiet Desperation“ oder „Dead Girl Walking“. „Das sind Stücke, die mir persönlich weiterhelfen. Aber wer weiß: Vielleicht geben sie ja auch dem Hörer etwas. Wenn nicht, kann er zumindest die Musik genießen.“ Nämlich einen originellen Grenzgang zwischen Techno, Rock und Dance, der wirklich „the new black cool“ ist.

Adiam – Black Wedding (Vertigo/Universal) 2LP+MP3 4789484 / CD 4789483 // ab 26.08.2016 im Handel