Maxim // Das Bisschen was wir sind

Maxim - Das Bisschen was wir sind CoverWer locker-fluffige Spätsommer-Grooves sucht, der wird bei Maxim Richarz aus Königswinter auch dieses Mal wieder nicht fündig. ‘Das Bisschen was wir sind’, das neue Album des 34-jährigen Wahl-Kölners, besticht mit tiefen, gehaltvollen, klugen und reich an Wortspielen getexteten und produktionstechnisch gewieften Beat-Pop-Songs. „Ich schwöre, es ist echt nicht so, dass ich krampfhaft versuche, ernste Texte zu schreiben“, sagt Maxim, der mit „Meine Soldaten“ vor drei Jahren seinen Durchbruch schaffte, „es ist vielmehr so, dass ernste Texte dabei herauskommen, wenn ich viel Zeit mit mir selbst und meinen Gedanken verbringe.“ Musikalisch gesehen zieht Maxim das Tempo auf vielen der neuen Songs aber durchaus an. „Pille aus Luft“ etwa, ein Song übers Hinfallen und Aufrappeln, wurde von HipHop-Produzent Farhot (Haftbefehl, Nneka) mit einem kraftvollen Beat sowie Streichern verziert, auch „Mehr sein“, das treibende „Hype“ oder das Marteria-Duett „Tourist“ kann man sich gut im Indie-Club vorstellen. „Die Eingängigkeit des Albums habe ich bewusst forciert, um den Inhalten einen helleren Kontrast entgegenzusetzen”, verrät Maxim. Wer hinhört, bekommt Einblick in eine Welt, in der Verzweiflung und Not stets präsent sind, zwei der Songs spielen gar in der Psychiatrie. Es verblüffe ihn immer wieder, so Maxim, „dass es vordergründig so leicht scheint, in unserer Gesellschaft, in der wir doch an und für sich alles haben, glücklich zu sein. Aber dass es für viele Menschen extrem schwierig ist, tatsächlich so etwas wie Glück zu empfinden.“

Maxim – Das Bisschen was wir sind (Downbeat/Warner) 2LP 505419714591 / CD 505419714292 // ab 02.09.2016 im Handel