Korn // The Serenity Of Suffering

Kornk, The Serenity Of SufferingEigentlich müsste Jonathan Davis rundum glücklich sein: Der 45-Jährige hat drei Söhne, hat 35 Millionen Alben verkauft und gilt als letzter aktiver Vertreter der Nu-Metal-Bewegung der Neunziger. Sprich: Im Gegensatz zu so manchen Weggefährten wartet er mit immer neuer Musik auf, füllt jede Mehrzweckhalle und besitzt künstlerische Relevanz.  Warum er auf ,The Serenity Of Suffering’, dem zwölften Album der kalifornischen Krachmacher, trotzdem so nihilistisch klingt, bleibt sein Geheimnis. „Es ist einfach das, was tief in mir steckt und in der Musik aus mir hervorbricht“, versucht sich der bleiche Dreadlock-Träger an einer Selbstanalyse. Wobei ihm wichtig ist, dass Songs wie „Insane“, „Black Is The Soul“ oder „Everything Falls Apart“ keine Masche sind, sondern das Produkt einer schweren Kindheit mit Missbrauch und Außenseiter-Status. „Dinge, die ich nie vergesse“, so Davis, und die auch nach 23 Jahren Korn für geballte Aggressivität sorgen. Schließlich ist das Quartett, das wieder von Gitarrist Brian „Head“ Welch verstärkt wird, so frontal wie lange nicht mehr, kreiert eine heftige Wall Of Noise und beweist, dass man weder altersmilde noch satt ist. „Unsere Songs ersetzen den Psychiater – wir lassen da alles raus. Und das Beste ist: Es steckt noch mehr in uns“, lächelt Davis. „Weshalb ich mir keine Sorgen um unsere Zukunft mache.“

 

Korn – The Serenity Of Suffering (Roadrunner/Warner) LP 1686174711 / Deluxe Ed. 1686174715 / CD 1686174712 // ab 21.10.2016 im Handel