Gregor Meyle // Die Leichtigkeit des Seins

Gregor Meyle Die Leichtigkeit des Seins CoverStreicher empfangen uns in den ersten Takten, im gemächlichen Tempo wiegen sie uns im Dreiviertel-Takt in das neue Album von Gregor Meyle, den Titel des Openers – „Alles wird gut“ – glaubt man schnell. Es ist der Auftakt zu einem Reigen von zehn Songs, in denen der Sänger und Songschreiber uns seine Interpretation von Leichtigkeit näher bringt.

‚Die Leichtigkeit des Seins‘ hat der Musiker aus dem Baden-Württembergischen Backnang sein neues Album betitelt. Und davon hat Meyle seine ganz eigene Vorstellung. „Auf einer Reise im letzten Jahr hab ich mir einen Traum erfüllt, war in der Südsee Kanufahren und dachte, schöner kann es nicht mehr werden“, erinnert sich der Musiker, „DAS ist die Leichtigkeit des Seins. Ich wollte diesen Moment für immer festhalten und so ist der Song und auch der Titel für die neue Platte und die Tour entstanden.“

Den Augenblick genießen, im Hier und Jetzt sich von Sorgen und Ängsten befreien, das ist tatsächlich das Gefühl, das Gregor Meyle mit seinen zehn neuen Songs vermittelt. Das verpackt er musikalisch mal angejazzt-poppig („Das nennt man Glück“), mal irish-folkig („Pack dein Scheiss“, „Die Tapfere“), mal rockig-countryesk („Folge dem Licht“). Sehr vielseitig und vielschichtig, immer persönlich, manchmal tanzbar, meist jedoch zum Zurücklehnen und eben Genießen.

Für seine Songwriter-Qualitäten erhielt Meyle schon bei seinen ersten Auftritten auf der ganz großen Bühne viel Lob und Anerkennung: 2007 nahm er an Stefan Raabs damaliger Castingshow teil, sang sich mit selbst geschriebenen Liedern bis ins Finale und musste sich dort lediglich Stefanie Heinzmann geschlagen geben. Sechs Jahre und drei Alben später überraschte und überzeugte der Backnanger in der ersten Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“, in der Konsequenz gab es nicht nur einen Echo und eine Fernsehpreisfür die Sendung, sondern auch eine Top-5-Chart-Platzierung für das Album ‚New York – Stintino‘ und das eigene TV-Format „Meylensteine“. Dass „Tauschkonzert“-Gastgeber Xavier Naidoo sich auf dem Album mit einem Duett die Ehre gibt, überrascht daher vielleicht weniger, dass Meyle gemeinsam mit dem britischen Songwriter Charlie Winston („Like A Hobo“) einen Titel auf Englisch singt („Real True Friends“) schon eher.

Bei aller Leichtigkeit: Gregor Meyle vergisst auch nicht, dem Hörer eine Botschaft mit auf den Weg zu geben. ‚Die Leichtigkeit des Seins‘ ist Einladung zu mehr Gelassenheit, kein Aufruf zur Gleichgültigkeit. „Das Album ist ein Aufruf zu mehr Herzlichkeit, wir müssen für den Frieden immer wieder neu kämpfen“, erklärt der Liedermacher, „wir sollten der Liebe immer den Vortritt lassen vor dem Hass. Es geht um Demut, Bescheidenheit und die unantastbare Liebe zum Leben mit all seinen Facetten.“

Gregor Meyle – Die Leichtigkeit des Seins (Meylemusic/tonpool) CD 27021 // ab 11.11.2016 im Handel