Highly Suspect // The Boy Who Died Wolf

Printable up to 18"x12" Credits: Cave by SwellMap: https://www.flickr.com/photos/94207108@N02/ Space by NASAIn den USA sind die Gebrüder Meyer und ihr androgyner, ganzkörpertätowierter Frontmann Johnny Stevens Superstars mit zwei Grammy-Nominierungen und 5,5 Millionen YouTube-Clicks. Bei uns ist das Trio zwar noch ein Insidertipp, aber das soll sich nun mit ‚The Boy Who Died Wolf‘ ändern. Schließlich haben die Amis, die ursprünglich aus Cape Cod stammen, alles, was man heute für eine erfolgreiche Musikerkarriere braucht: Dressman-mäßiges Aussehen, maßgeschneiderte Designer-Anzüge, verspiegelte Sonnenbrillen und radiotaugliche Songs. Wie „Lydia“, das sich 2015 zum Überraschungshit mauserte und wie das Debütalbum für einen Grammy nominiert wurde. Der Ritterschlag für jeden Musiker – was auch für gemeinsame Tourneen mit Kings Of Leon, Queens Of The Stone Age, Deftones und Catfish And The Bottlemen gilt. Jetzt legt das in Brooklyn lebende Trio sein zweites Werk ‚The Boy Who Died Wolf‘ vor – mit elf Songs zwischen geflügelten Balladen, eingängigen Rock-Hymnen, New-Wave-Anleihen und ruppigem Punkrock. Ein Mix, der von Ideenreichtum, Vielfalt, Dynamik und handwerklichem Können zeugt, aber auch von lyrischer Coolness und Schärfe: „I flew your pretty ass to New York City“, heißt es im Trennungsstück „Chicago“, das ähnlich viel Attitüde aufweist wie das Real-Life-Cover „Send Me An Angel“ von 1983. Eine gute Wahl – und eine noch bessere Umsetzung.

Highly Suspect – The Boy Who Died Wolf (Atlantic/Warner) CD 1490802199 //  ab 18.11.2016 im Handel