Pippo Pollina // Il Sole Che Verrà

Pippo Pollina Il Sole Che Verra CoverAnfangs hatte der geborene Sizilianer andere Berufspläne als Musik. Pippo Pollina wollte wie sein Vater Jurist werden und die Mafia jagen. Ein Mord an einem befreundeten Journalisten durch die Cosa Nostra zwang Pollina zum Umdenken, von da an zog er als Straßenmusiker durch Europa. Er arbeitete mit Kollegen wie dem Schweizer Liedermacher Linard Bardill und Konstantin Wecker, später spielte er mit Georges Moustaki, Inti-Illimani, Charlie Mariano und vielen anderen. Der italienische Sangespoet ist ein ungemein fleißiger Mensch, seine Tourneen sind rekordverdächtig lang, das vorliegende ‚Il Sole Che Verrà‘ ist sein 22. Album. „Der Titel bedeutet ‚Die Sonne, die scheinen wird‘“, notiert der 53-jährige Cantautore. „Die 13 Songs sind allesamt Hoffnungslieder. Die Welt leidet unter Spannungen, die uns die Orientierung verlieren lassen.“ Sein musikalischer Bogen reicht von sizilianischer Folklore über Jazz bis zu Tango. Zu den befreundeten Musikern, die auf dem Album mitwirkten, zählen unter anderem die norwegische Jazz-Sängerin Rebekka Bakken. Aus der Klassik stammt die belgische Mezzosopranistin Odilia Vandercruysse („Potró mai dirti“), die Argentinierin Marili Marchado („Divertimento latino“) schmettert normalerweise Tango. Pollinas Duett mit Bakken heißt „E laggiú le lampare“: „Der Text handelt vom Meer“, erklärt der Mann aus Palermo, „es verbindet die Menschen, aber es trennt sie auch und schafft Inseln. Für jeden bedeutet der Ozean etwas anderes.“

Pippo Pollina – Il Sole Che Verrà (Jazzhaus/in-akustik) LP (audiophiles Vinyl) 0366135 / CD 0366135 // ab 13.01.2017 im Handel