Starset // Vessels

Große „Walls of sound“ aufrichten und sie dann genüsslich und mit großem Donner zusammenbrechen lassen – das beherrschen viele Bands. Auch das Spiel mit verzerrten Gitarren, donnernden Beats und melodiösem Gesang sind nicht neu. Doch Starset schaffen es, auf  ‚Vessels‘ mit diesen Zutaten so geschickt umzugehen, dass sie durchaus überraschend wirken. Die düsteren Songs rund um Futurismus und einen „in Sound gegossenen Datenstrom“ – wie es Mastermind Dustin Bates bezeichnet – sind geschickt arrangiert und präsentieren ein fast perfektes Spiel mit Dynamiken, die so manches Mal an eine poppige Ausgabe eines Trent-Reznor- oder Filter-Albums erinnern. Hämmernde Beats, das Pluckern der Synthesizer und die Riffs der Gitarren fließen urplötzlich in eine Ambient-Soundfläche („Unbecoming“). Ein Song klingt zunächst wie ein R&B-Track im Pet-Shop-Boys-Remix („Monster“), ein anderer entwickelt epische Soundtrack-Qualitäten mit tief hängenden Orchestergeigen („Gravity Of You“).

 

Starset – Vessels (Spinefarm/Universal) CD 7200193 // ab 20.01.2017 im Handel