Kreator // Gods Of Violence

Viereinhalb Jahre haben Kreator an ihrem 14. Studioalbum ‚Gods Of Violence‘ gefeilt. Und ginge es nach Mastermind Miland „Mille“ Petrozza (49), hätte es sogar noch länger sein können. Schließlich hat der kleine, muskelbepackte Mann aus Essen etwas zu sagen, und er hat sich verdammt viel Mühe gegeben, das auf den Punkt zu bringen. Nicht mit lautem Krach und Metal-Klischees, sondern mit ausgereiften Kompositionen, in denen selbst Streicher, Blues-Anleihen und ruhige Passagen zum Tragen kommen. Dazu gesellen sich Texte, in denen er das soziopolitische Zeitgeschehen einfängt – und Stellung gegen den globalen Rechtsruck, die Bündelung des Großkapitals sowie Despoten à la Putin, Assad und Erdogan bezieht. „Klar habe ich weiter reitende Leichen und diverse Monster im Programm, aber es wäre doch langweilig, wenn ich mich nur darauf versteifen würde. Dafür ist das, was in der Realität passiert, viel zu wichtig – weil zu schlimm.“ Folgerichtig thematisieren Kreator auch Homophobie, totalitäre Gewalt und religiösen Fanatismus.

 

Kreator – Gods Of Violence (Nuclear Blast/Warner) 2LP 2736137251 / 2LP transparent vinyl 2736137257 / Fan Box (2LP+2CD+DVD+Blu-ray) 2736137254 / CD+Blu-ray 2736137250 / CD+DVD 2736139030 / CD 2736137252 // ab 27.01.2017 im Handel