Amy Macdonald // Under Stars

Amy Macdonald (Foto: Universal Music)

Amy Macdonald (Foto: Universal Music)

Amy Macdonald ist ausnahmsweise mal nicht unterwegs, sondern zuhause. Die Musikerin genießt jede Minute, die sie in Glasgow verbringen kann. Schließlich ist sie mit Leib und Seele Schottin: „Ich liebe meine Heimat. Sie hat wirklich wunderschöne Ecken.“ Ginge es nach ihr, dann würde sich Schottland alsbald als unabhängiger Staat vom Vereinigten Königreich lossagen: „Nach dem Brexit finde ich das unumgänglich. Ich habe nie verstanden, wie sich überhaupt irgendwer dafür aussprechen konnte, die EU zu verlassen.“ Solche Dinge beschäftigen die 29-Jährige, die sich sehr für Politik interessiert.

Obgleich sie sich nicht unbedingt für eine sozialkritische Singer/Songwriterin hält, sind auf ihre vierten Album ,Under Stars‘ bisweilen politische Ereignisse in ihre Lieder eingeflossen. Das Scheitern des schottischen Unabhängigkeitsreferendums lieferte Amy Macdonald den Stoff für das Stück „The Rise and Fall“, das als treibende Uptempo-Nummer daherkommt. Nicht minder kraftvoll präsentiert sich die fast schon rockige erste Single „Dream on“, bei der die Gitarren regieren und Amy Macdonalds Gesang sich in ungewohnte Höhen aufschwingt: „Ich wollte mehr Spannungsbögen in der Musik haben, mehr Druck, mehr Stimmumfang.“

Amy Macdonald Under Stars CoverDaran hat die Sängerin während der Aufnahme in den Londoner Clapham Studios und in den Räumlichkeiten des Produzententeams MyRiot hart gearbeitet: „Mir war daran gelegen, genau den Sound festzuhalten, den ich im Kopf hatte.“ Mit dem puristischen „Down by the Water“ strebt sie in Richtung Blues und setzt ihre dunkel getönte Stimme gekonnt in Szene. Die Initialzündung für „Automatic“ hat Bruce Springsteen gegeben, was man dem Titel jetzt allerdings nicht mehr anhört. Als Amy Macdonald mit ihrem Bassisten Jimmy Sims und dem Gitarristen Ben Parker zu jammen begann, entstanden satte Klänge, die später noch um ein paar E-Gitarrenriffs ergänzt wurden: „Die Endfassung haben wir zu dritt entwickelt.“

Das war für Amy Macdonald, die jahrelang ihre Songs alleine geschrieben hat, eine völlig neue Erfahrung. Ihr Fazit: „Es hat mit gut getan, meine Ideen mit anderen zu teilen. Dadurch lastete nicht der gesamte Druck auf meinen Schultern.“ Gern nahm sie die Rückmeldungen ihrer beiden musikalischen Mitstreiter an: „Wir haben viel ausprobiert.“ Mit einem für die Künstlerin zufriedenstellenden Ergebnis: „Ich hatte das Gefühl, nach zehn Jahren einen veritablen Neustart zu wagen.“

Dass sie schon so lange im Musikgeschäft ist, kann sie selber kaum fassen. 2007 veröffentlichte sie ihr Debütalbum ‚This is the Life‘, das sich millionenfach verkaufte. Dieses Ergebnis hielt Amy Macdonald damals für ganz selbstverständlich: „Erst später habe ich begriffen, dass mein gigantischer Start etwas Außergewöhnliches war.“ Eine Erklärung für ihren dauerhaft anhaltenden Erfolg hat sie nicht. Ein Masterplan stecke nicht dahinter, stellt sie klar: „Ich habe nie versucht, cool zu sein oder auf Trends aufzuspringen. In meinen Songs thematisiere ich einfach die Dinge, die mir am Herzen liegen.“

Amy Macdonald – Under Stars (EMI/Universal) LP 5728591 / Ltd. Boxset (CD+DVD) 5734372 / Deluxe Edition (CD) 5728890 / CD 5728885 // ab 17.02.2017 im Handel

 

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