Y’akoto // Mermaid Blues

Yakoto Mermaid Blues CoverJennifer Yaa Akoto Kieck alias Y’akoto ist in vielerlei Hinsicht eine außergewöhnliche Frau. Das beweist die talentierte Musikerin bei ihrem Showcase im Hamburger Café de Paris. Die 29-Jährige ist in ihrem schwarz-weißen Rock und der weißen Bluse nicht bloß eine Augenweide, sie überzeugt vor allem mit ihrer starken Stimme. In die Lieder ihres dritten Albums ,Mermaid Blues‘, die zwischen Soul, Pop und Blues changieren, taucht sie voller Hingabe ein. Wenn sie mit leicht angerauter Stimme die melancholische Ballade „Fool Me Once“ anstimmt, rührt einen ihr hoch emotionaler Vortrag zutiefst. Mit dieser Nummer hat die gebürtige Hamburgerin, die in der ghanaischen Hafenstadt Tema aufgewachsen ist, ihren Seelenballast abgeworfen. „Es macht keinen Sinn, um jeden Preis an einer Beziehung festhalten zu wollen“, grübelt sie. „Wenn’s nicht klappt, dann geht es eben nicht weiter.“ Ihr Fazit: „Ich lasse mich von meiner Leidenschaft nicht in den Wahnsinn treiben.“ Lieber schickt sie sich an, mit dem sanft groovenden Stück „King Of The Dark“ Sade Konkurrenz zu machen. Ein Gitarrenriff befeuert „Take Him Back“. Und mit „Reception“ hat Y’akoto ihren ureigenen Revolutionssong geschrieben. „Heutzutage ist es schon revolutionär, wenn man positiv bleibt“, befindet sie. „Mein Titel ist ein Appell an die Menschheit, sich zusammenzureißen. Schließlich haben wir nur diesen einen Planeten.“

Y’akoto – Mermaid Blues (Warner) LP 505419753501 / CD 505419752192 // ab 31.03.2017 im Handel