Vök // Figure

Vök Figure CoverGenau genommen könnte ‚Figure‘ eine Art Meta-Album darüber sein, wie man die Grenzen zwischen emotionaler Musik und der Kühle elektronischer Klänge verschwimmen lassen kann. Dass es funktioniert, haben Acts wie James Blake und Massive Attack bewiesen. Für die Isländer von Vök war es der entscheidende Ansatz, die Musik nach ihrem hochgelobten Debüt noch mehr wieder aus den Computern und Synthesizern herauszuholen. Denn schließlich singt Frontfrau Magret über die großen emotionalen Themen Wut, Obsession, Unachtsamkeit, Tod, Liebe, Glück und Hoffnung. Verpackt wird all das in zum Teil geradezu poppige Melodien („BTO“, „Don’t Let Me Go“), verzerrte Synthielinien, wummernde Bässe und vertrackte, stolpernde Beats. Besonders stark sind Vök allerdings dann, wenn es wie im pumpenden „Crime“ düster und auch leicht experimentell zugeht. Die melancholische Ballade „Polar“ erinnert an Goldfrapp, während das dunkle „Floating“ sich auch auf einem Björk-Album wohlfühlen würde.

Vök – Figure (Nettwerk/Warner) LP 6700311311 / CD 6700311312 // ab 28.04.2017 im Handel