Ásgeir // Afterglow

Asgeir Afterglow CoverDas muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: In jedem zehnten isländischen Haushalt steht ein Exemplar von Ásgeirs Debütalbum „Dýrð í dauðaþögn“. „Ich kann trotzdem noch problemlos in den Supermarkt gehen, wir sind da in Island sehr entspannt“, lacht der Songwriter. „Aber es war schon verrückt, wie schnell das alles passierte.“ Weil das Album 2012 zum bestverkauften Debüt Islands wurde, nahm Ásgeir zwei Jahre später eine von John Grant übersetzte, englischsprachige Neuauflage auf und feierte auch international Erfolg. Danach kehrte er nach Reykjavík zurück, um stolze drei Jahre am Nachfolger ‚Afterglow‘ zu basteln. Den von Folk geprägten Akustiksound lässt der 24-Jährige darauf hinter sich, stattdessen widmet er sich elektronischen Arrangements sowie R&B- und Soul-Elementen. Die Songs sind epischer und auch ein bisschen düsterer. „Ich hatte während der Aufnahmen eine anstrengende Zeit, persönlich gesehen. Vielleicht liegt es daran“, sagt er. „Ich versuche aber stets, vorher nicht darüber nachzudenken, wie eine Platte klingen soll, sondern lasse mich von der Musik leiten.“ Die Texte stammen auch dieses Mal von Ásgeirs Vater Einar Georg Einarsson. „Meine Liebe galt immer den Melodien, ich hatte nie das Bedürfnis, mich mit Worten auszudrücken“, sagt Ásgeir. Und warum kommt der Papa nicht mal mit auf Tour und singt selbst ein paar Stücke? „Mein Vater ist 75“, grinst er. „Er ist nicht mehr so scharf aufs Reisen.“

Ásgeir – Afterglow (Embassy Of Music/Warner) LP 501695899583 / Deluxe Ltd. Edition 505419760182 / CD 505419760132 // ab 05.05.2017 im Handel