Foo Fighters // Concrete And Gold

Foo Fighters (Foto: Sony Music)

Foo Fighters (Foto: Sony Music)

ROCK Nach seinem Beinbruch 2015 wollte Dave Grohl eine längere Pause einlegen. „Mindestens zwei Jahre“, so der Foo-Fighters-Chef, der inzwischen Vollbart zu wallendem Haar und Hornbrille trägt. „Doch dann habe ich Lagerkoller bekommen, meine Kinder fühlten sich in ihrer Privatsphäre gestört, und ich hatte ein paar Songideen, die ich ganz schnell umsetzen wollte.“

So wurden es nur sechs Monate Bühnen- und Studio-Abstinenz, ehe Grohl das neunte Werk seiner Band anging. Mit einem Produzenten, der bislang nichts mit Rock zu tun hatte: Greg Kurstin, Hitschreiber für Adele, Sia, Pink, etc. Foo Fighters Concrete And Gold CoverEin Pop-Experte, der bei seinen Mitstreitern und seinem Management für Stirnrunzeln sorgte. „Sie meinten, ob ich wisse, was ich tue. Und die Antwort war ein klares ja, denn Greg ist ein wandelndes Lexikon, ein studierter Jazzer und jemand, der mir einen langgehegten Traum erfüllt hat. Nämlich: Richtig harte Töne mit hoch melodischen zu verbinden – als ob sich Slayer an ‚Sgt. Pepper’s‘ versuchen oder Motörhead an ‚Pet Sounds‘. Das war die Vorgabe.“ Das Ergebnis: Elf Stücke, die durch verspielte Arrangements, gewagte Stil- und Tempiwechsel, mehrstimmige Backingvocals und eine breite Instrumentierung glänzen, ganz klar das ehrgeizigste und ambitionierteste Foo-Fighters-Album bilden und die Ausnahmestellung der Sextetts unterstreichen: Sie sind Gegenwart und Zukunft des Rock.

Foo Fighters – Concrete And Gold (RCA/Sony) 2LP 88985456011 / CD 88985456012 // ab 15.09.2017 im Handel