Pink // Beautiful Trauma

Pink (Foto: Kurt Iswarienko)

Pink (Foto: Kurt Iswarienko)

POP Nach fünfjähriger Plattenpause meldet sich Alecia Beth Moore mit einem Paukenschlag zurück: ‚Beautiful Trauma‘ ist ein Werk voller Drama, Herzschmerz und Leidenschaft. Wenn man Stücke wie „But We Lost It“ oder „Where We Go“ hört, könnte man meinen, die 38-Jährige hätte sich erneut von Göttergatte Carey Hart getrennt und würde eine fiese Scheidung durchlaufen. Pink Beautiful Trauma CoverDoch weit gefehlt: Im Interview schwärmt die Wasserstoffblondine, wie harmonisch ihre Beziehung sei. „Wir streiten uns täglich“, lacht Pink. „Aber wir wissen auch, dass wir füreinander bestimmt sind.“ Und die Texte? „Das sind eher Metaphern für die Probleme, die ich mit den heutigen USA habe.“ Ein Land voller Rassismus und Sexismus, regiert von einem Wirtschaftsmogul, dessen Weltbild auf den Fünfzigern basiert. Dem gibt Pink Saures – indem sie ihre Unzufriedenheit äußert und unangenehme Fragen stellt. Etwa in der ersten Single „What About Us?“, die vielen (nicht nur) Amerikanern aus der Seele spricht. „Ich sage einfach, was ICH fühle. Aber ich weiß, dass sich damit viele identifizieren können.“ Wie mit der Musik, die auf ‚Beautiful Trauma‘ zwischen Folk und Dance, akustischen und elektronischen Klängen pendelt und von Cracks wie Steve Mac, Greg Kurstin oder Jack Antonoff betreut wurde. „Ich liebe das letzte Album von Ed Sheeran. Deshalb gehe ich in eine ähnliche Richtung.“ Eine gute Wahl.

 

Pink – Beautiful Trauma (RCA/Sony) 2LP 88985474691 / CD 88985474692 // ab 13.10.2017 im Handel